Acht Journalisten in Mexiko verschleppt – wie viele sind schon tot?

Aktualisiert am 11.03.2010

In einer mexikanischen Grenzstadt sind innerhalb von zwei Wochen acht Journalisten entführt worden. Einer von ihnen wurde so brutal zugerichtet, dass er später verstarb.

Gefährliches Pflaster: Soldaten patrouillieren in den Strassen von Reynosa.

Gefährliches Pflaster: Soldaten patrouillieren in den Strassen von Reynosa.
Bild: Keystone

Nur drei der zwischen dem 18. Februar und dem 3. März in Reynosa verschleppten Journalisten seien lebend wieder aufgetaucht. Einer von ihnen sei inzwischen an den Folgen offensichtlicher Misshandlungen gestorben, die fünf anderen würden noch vermisst, wie die Inter-Amerikanische Press Association (IAPA) erklärte. IAPA-Präsident Alejandro Aguirre rief die mexikanische Regierung auf, sich dringlich für die Rettung der Journalisten einzusetzen.

Hinter den Entführungsfällen werden Drogenbanden vermutet. Reynosa liegt im Staat Tamaulipas in der Nähe der texanischen Grenzstadt McAllen. Mexiko gilt als gefährlichstes Land für Journalisten auf dem amerikanischen Kontinent. Die Entführungswelle sei beispiellos in der westlichen Hemisphäre, sagte Aguirre. Örtliche Medien berichteten nicht über die jüngsten Entführungen, IAPA sprach von einem Klima der Furcht. (bru/ddp)

Erstellt: 11.03.2010, 07:45 Uhr

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