Ausland

Anklage gegen Blackwater-Mitarbeiter

Aktualisiert am 06.12.2008

Mehr als ein Jahr nach den tödlichen Schüssen auf 17 Bewohner von Bagdad durch Wachleute der privaten US-Sicherheitsfirma Blackwater Worldwide sind fünf der Beteiligten in den USA angeklagt worden.

Ein sechster Wachmann verhandelt mit der Staatsanwaltschaft über einen Deal, wie mit dem Fall vertraute Gewährsleute am Freitag der AP sagten. Demnach ist der Wachmann zur Zusammenarbeit mit der Anklagebehörde bereit, wenn dafür einige Vorwürfe gegen ihn fallengelassen werden. Die genauen Anklagepunkte gegen die fünf Wachleute werden von der Staatsanwaltschaft noch unter Verschluss gehalten. Sie sollen in den nächsten Tagen veröffentlicht werden.

Den Sicherheitsleuten wird vorgeworfen, am 16. September vorigen Jahres 17 irakische Zivilpersonen willkürlich erschossen zu haben. Nach Darstellung des Unternehmens wurden seine Mitarbeiter angegriffen und schossen dann zurück. Eine Untersuchung der irakischen Behörden kam zu dem Schluss, dass die Blackwater-Angestellten nicht provoziert worden seien.

Blackwater ist die grösste von drei privaten Sicherheitsfirmen, die Aufträge zum Schutz von Diplomaten im Irak erhalten haben. Die Arbeit dieser Unternehmen war nach dem Vorfall von 2007 ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. (cpm/ap)

Erstellt: 06.12.2008, 09:06 Uhr

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