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Castro-Schwester verrät pikante Geheimnisse
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Ihre Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Geheimdienst bekannte die 76-jährige im Exil lebende Juanita Castro in einem Exklusiv-Interview mit dem spanischsprachigen TV-Sender «Noticias Univision 23» in Miami. Sie habe von 1961 bis 1964 mit der CIA zusammen gearbeitet. Der amerikanische Geheimdienst gilt als «Erzfeind» von Kubas Revolutionsführer Fidel Castro und dessen Bruder, dem amtierenden Präsidenten Raúl.
Zuerst habe sie die Revolution und den Sturz von Diktator Fulgencio Batista im Jahr 1959 unterstützt, so Juanita Castro. Doch sie sei rasch desillusioniert gewesen. «Ich begann mich abzuwenden, als ich so viel Ungerechtigkeit sah», sagte die 76-Jährige dem Sender. Seit mehr als drei Jahrzehnten lebt die Exil-Kubanerin in Miami, wo sie bis 2006 eine kleine Apotheke führte.
Regimekritikern geholfen
Von ihrem Haus in Havanna aus habe sie zwischen 1961 und 1964 versucht, verfolgten Menschen zu helfen, erklärte Juanita Castro. «Meine Situation wurde schwierig, weil ich gegen das Regime wirkte.» Sie habe um ihr Leben fürchten müssen. Für ihre Arbeit habe sie keine Entlohnung verlangt, sagte Juanita Castro. Zur Bedingung habe sie aber gemacht, dass sie sich an keinerlei Gewalt gegen Regierungsvertreter in Havanna beteilige. Die Frau des brasilianischen Botschafters in Kuba habe sie zu einem Treffen mit einem CIA-Mitarbeiter während einer Mexiko-Reise 1961 überredet.
Juanita Castro ist die fünftälteste der sieben Castro-Geschwister. 1964 brach sie endgültig mit ihrem Bruder Fidel und floh ins Exil. Mit Raúl und Fidel sprach sie das letzte Mal vor über vier Jahrzehnten, 1964 als ihre Mutter einen Herzinfarkt erlitten hatte.
Memoiren veröffentlicht
Das vollständige Bekenntnis kann in Juanita Castros 432 Seiten starkem Memoiren-Buch «Fidel und Raúl, meine Brüder. Die geheime Geschichte» nachgelesen werden, das am Montag in Spanien, Kolumbien, Mexiko und den USA in die Buchläden kam.
Das begleitende Fernsehinterview mit Juanita wird in acht Fragmenten gesendet, in denen sie Details über ihr Leben und das ihrer beiden revolutionären Brüder enthüllen will. Kritiker sehen in dem scheibchenweise veröffentlichten Interview einen geschickten Marketing-Trick. (vin/sda)
Erstellt: 26.10.2009, 22:46 Uhr
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