Ausland

Chávez' Gold-Monopol tritt in Kraft

Aktualisiert am 20.09.2011 9 Kommentare

In Venezuela ist die Goldindustrie definitiv verstaatlicht worden. Damit können ausländische Firmen das Edelmetall nur noch durch Partnerschaften mit staatlichen Unternehmen fördern.

Will die «Stärkung der nationalen Unabhängigkeit»: Hugo Chávez während des Empfangs für Evo Morales. (17. September 2011)

Will die «Stärkung der nationalen Unabhängigkeit»: Hugo Chávez während des Empfangs für Evo Morales. (17. September 2011)

Artikel zum Thema

Stichworte

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Die Regierung in Venezuela hat die Goldindustrie des Landes verstaatlicht. Ein von Präsident Hugo Chávez im vergangenen Monat angekündigtes Gesetz trat am Montag mit der Veröffentlichung im Regierungsanzeiger in Kraft.

Ausländische Firmen können damit in Venezuela nur noch Gold fördern und verarbeiten, wenn sie Partnerschaften mit staatlichen Unternehmen eingehen. «Alles Gold, das auf nationalem Territorium als Folge von Bergbautätigkeit erlangt wird, muss der Republik von Venezuela verkauft und geliefert werden», heisst es in dem Gesetzestext. «Die Republik wird ein Monopol bei der Vermarktung von Gold errichten.»

Kontrolle über weitere Energiebereiche

Chávez hatte das Gesetz im August mit der «Stärkung der nationalen Unabhängigkeit» und dem Kampf gegen «bewaffnete Banden und den Schmuggel» vor allem im Süden des Landes begründet. Dort stammten 60 Prozent der Goldproduktion aus staatlich nicht genehmigten Minen. Venezuela verfügt mit geschätzten fast 366 Tonnen über die fünfzehntgrössten Goldreserven der Welt.

Die venezolanische Regierung hatte schon 2007 die Kontrolle über die strategischen Energiebereiche des Landes übernommen. 2010 übernahm sie bereits die Kontrolle über 500'000 Hektar Land, wo Gold gefördert werden kann. Der autoritär regierende Chávez hat sich vom Parlament umfassende Vollmachten geben lassen. Seit Ende Dezember hat der Linkspopulist das Recht, für anderthalb Jahre per Dekret am Parlament vorbei Gesetze zu erlassen. (kpn/AFP)

Erstellt: 20.09.2011, 07:51 Uhr

9

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

9 Kommentare

jan houtsma

20.09.2011, 08:29 Uhr
Melden 27 Empfehlung

Ich hab nie verstanden warum staaten ihre kostbare rohstoffe einfach so verscherbeln und praktisch gratis weggeben. Viele verlangen nur 3-5%, was heisst dass länder ihre bodenschätze fast verschenken nur damit das geld so rasch wie möglich fliesst. Es wäre besser man lässt etwas für die kommenden generationen liegen.
Das heutige wirtschaftssystem is sehr kurzsichtig.
Antworten


oliver schmid

20.09.2011, 10:39 Uhr
Melden 10 Empfehlung

Wieder einen neue Einnahmequelle für Chavez. Leider profitiert das Volk nicht davon: der Grossteil geht an den Chavez Clan selber und der Rest wird an Chavez-freudliche Länder wie Nicaragua, Bolivien, Kuba etc. geliehen,
nur kommt das Geld nie mehr zurück. Derweil wird in Venezuela regelmässig der Strom abgestellt und die Nahrungsmittelpreise steigen mit der Inflation jährlich 30%.
Antworten



Ausland

Populär auf Facebook – Privatsphäre

AKTUELLE JOBS

Marktplatz

Studienberaterin gibt Tipps

Wie man ein Fernstudium erfolgreich meistert

Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Jobsuche

Jobs, in die man sofort wechseln will!