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Chavez feiert sich als Fernsehstar in einem TV-Marathon
Normalerweise wird «Aló Presidente» nur Sonntags ausgestrahlt. Nicht so die Sendung Nummer 331, von der sich Chavez am Donnerstag aus einem Elektrokraftwerk an seine Zuschauer richtet: «Die Sendung wird erst am Sonntag zu Ende sein, um welche Zeit weiss ich nicht. Wir werden in der Sonne senden, und wenns regnet. Seid aufmerksam. Wir werden früh am Morgen senden und vielleicht auch um Mitternacht oder später.»
In 'Aló Presidente' erklärt der linksgerichtete Politiker wortreich die Politik und zieht über seine Kritiker her. Manchmal kommt es jedoch auch vor, dass Chávez einfach ein Liedchen anstimmt. Für die Viertage-Sendung hat er das fest versprochen.
Kritik an regierungsfeidlichen Medien
Den ersten Tag seines TV-Marathons nutzte Chavez allerdings erst einmal dazu, den regierungsfeindlichen Medien im Land mit der Schliessung zu drohen. «Wir werden dieser Vergiftung der Medienlandschaft nicht weiter zusehen», drohte er und meinte damit vor allem den unabhängigen Sender Globovision TV.
Hintergrund ist die Berichterstattung des Senders über ein Erdbeben in Caracas, das der Kanal noch vor der Mitteilung der Behörden exklusiv gemeldet hatte. Chávez warf Globovision konspirative Berichterstattung gegen die Regierung vor, durch die lediglich Unruhe im Volk geschürt werde. Nach Medienberichten von Dienstag laufen bei der nationalen Aufsichtsbehörde (Conatel) mehrere Verfahren gegen Globovision. Zunächst droht ein dreitägiges Sendeverbot.
Neben Globovision nahm Chavez auch den Autohersteller Toyota ins Kreuzfeuer. Es gehe nicht an, dass die Japaner ihre importierten Autos zu einem Mehrfachen des Einkaufspreises an Venezolaner weiterverkaufen, sagte er. (rw/Reuters)
Erstellt: 29.05.2009, 14:12 Uhr
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