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Das Blutvergiessen in Mexiko geht weiter
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Dies berichtete die mexikanische Tageszeitung «El Universal». Allein in der Grenzstadt Ciudad Juárez wurden 26 Menschen ermordet, darunter drei Frauen. Aber auch in anderen Staaten verzeichnete die Polizei Gewalttaten mit weiteren Toten. Damit wurden in den ersten neun Tagen dieses Jahres der Zeitung zufolge in Mexiko bereits 283 Morde begangen.
Unter den Todesopfern am Wochenende war erneut ein Journalist. Die Leiche des 27-Jährigen wurde in der Stadt Saltillo im Bundesstaat Coahuila mit einer Botschaft am Körper gefunden: «Das wird auch mit denen geschehen, die nicht verstehen, dass die Botschaft für alle gilt», lautete die Warnung. Der Lokal- und Polizeireporter war zuvor von Unbekannten gemeinsam mit zwei Arbeitskollegen entführt, gefoltert und erschossen worden.
Die beiden Mitarbeiter des Getöteten seien misshandelt, aber freigelassen worden, berichteten mexikanische Medien am Samstag. Im vergangenen Jahr wurden im Krieg der Drogenkartelle zwölf Journalisten getötet. Neun weitere werden vermisst. Damit gilt Mexiko als eines der für Journalisten gefährlichsten Länder weltweit.
Zustände wie in einem Bürgerkrieg
Im Norden Mexikos machen sich mehrere Rauschgiftkartelle die lukrativen Schmuggelrouten für Drogen in die USA streitig. Im Zuge ihrer Offensive gegen das organisierte Verbrechen schickte die mexikanische Regierung 50'000 Soldaten an mehrere Brennpunkte des Landes.
Seit dem Amtsantritt von Präsident Felipe Calderón Ende 2006 kamen nach Behördenangaben dennoch mehr als 15'000 Menschen in dem Drogenkrieg ums Leben. (raa/sda)
Erstellt: 10.01.2010, 23:47 Uhr
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