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Der illegale Star des Parteitags
Aktualisiert am 06.09.2012 28 Kommentare
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Eine junge illegale Einwanderin aus Mexiko ist zu einem der Stars auf dem Parteitag der US-Demokraten in Charlotte geworden. Benita Veliz durfte am Mittwochabend auf die Bühne treten und auf das Schicksal von Millionen Immigranten ohne Aufenthaltsgenehmigung in den USA aufmerksam machen.
«Wie viele andere US-Bürger unterschiedlicher Herkunft kam ich schon als Kind ins Land. Seither bin ich immer hier gewesen», sagte sie. Begleitet von grossem Applaus betonte die 27-Jährige, sie fühle sich genauso amerikanisch wie ihre Freunde oder Nachbarn.
«Aber fast mein gesamtes Leben habe ich mit dem Bewusstsein leben müssen, dass ich jederzeit abgeschoben werden kann», ergänzte die junge Frau. Veliz war acht, als sie mit ihren Eltern aus Mexiko nach Texas kam.
«Obama hat für uns gekämpft»
Als Klassenbeste schloss sie mit 16 die Schule ab, ihr Universitätsstudium beendete sie als 20-Jährige mit Auszeichnung. «Ich weiss, dass ich etwas für die Wirtschaft und für mein Land tun kann», sagte sie. Veliz lobte den Einsatz von Präsident Barack Obama für illegale Einwanderer und rief deshalb zu seiner Wiederwahl auf. «Er hat für uns gekämpft.»
Obama hatte im Juni angeordnet, dass Immigranten, die wie Veliz als Kinder oder Jugendliche illegal in die USA gekommen sind, zunächst für zwei Jahre von einer Abschiebung verschont bleiben.
Er machte geltend, dass diese Menschen sich wirklich als Amerikaner fühlten und es nicht bloss auf dem Papier seien. Seine Anweisung ermöglicht es rund 1,7 Millionen Menschen unter 30 Jahren, eine Arbeitserlaubnis sowie Ausweispapiere und den Führerschein zu beantragen.
Ein Auftritt für die Latinos
Nach Schätzungen des Heimatschutzministeriums gab es im Januar 2011 in den USA etwa 11,5 Millionen illegale Einwanderer. Knapp 60 Prozent von ihnen stammen aus Mexiko.
Der Auftritt von Veliz sollte vor allem die Wähler lateinamerikanischen Ursprungs in den USA ansprechen. Die Latinos stellen mit 50,4 Millionen Einwohnern rund 16,3 Prozent der Gesamtbevölkerung und sind laut der Volkszählungsbehörde inzwischen die grösste Minderheit im Land. (fko/sda)
Erstellt: 06.09.2012, 20:32 Uhr
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28 Kommentare
In unserem Land, in dem es eine immer grösser werdende Zahl von Leuten gibt, die felsenfest überzeugt sind, sie hätten es selber verdient, als Schweizer geboren zu sein, wäre eine Haltung wie die von Obama für einen Bundesrat Selbstmord. Antworten
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