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Diese Probleme im US-Gesundheitssystem muss Obama lösen

Aktualisiert am 09.09.2009

US-Präsident Barack Obama nennt sie seine bisher «schwierigste Aufgabe»: Die Reform des US-Gesundheitswesens. Um was geht es konkret?

Wenn, dann werden die Nichtversicherten dank einer Hilfsorganisation behandelt: Gratis-Zahnbehandlungen für Bedürftige in Inglewood, Kalifornien.

Wenn, dann werden die Nichtversicherten dank einer Hilfsorganisation behandelt: Gratis-Zahnbehandlungen für Bedürftige in Inglewood, Kalifornien. (Bild: Keystone)

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  • Obama verfolgt zwei zentrale Ziele. Erstens: die etwa 47 Millionen nicht versicherten Amerikaner in das Gesundheitssystem einzubinden. Amerika ist die einzige Industrienation ohne staatliche Pflicht-Krankenversicherung.

  • Zweitens: die ungeheuren Kosten der teuersten medizinischen Versorgung in der Welt zu senken. In diesem Jahr werden in den USA mehr als zwei Billionen Dollar für die Gesundheitsversorgung der 300 Millionen Amerikaner ausgegeben.

  • Die Ursachen für die hohen Kosten sind vielfältig. Medikamente kosten mehr als in anderen Ländern, weil es keine ausreichende Konkurrenz gibt und der Import von Medikamenten weitgehend verboten ist.

  • Ärztliche Behandlungen sind in den USA teurer als anderswo. Das liegt auch an den immensen Versicherungsprämien für Ärzte, die bis zu 100'000 Dollar pro Jahr zahlen. Hintergrund: US-Gerichte bestrafen Arztfehler oft mit Schmerzensgeldern in Millionenhöhe.

  • Mehr als die Hälfte der US-Bürger sind über ihren Arbeitgeber versichert. Die Beiträge sind in den vergangenen zehn Jahren drastisch in die Höhe geschnellt, sie haben sich der gemeinnützigen Gesundheitsstiftung Kaiser Family zufolge fast verdoppelt.

  • Wer seinen Arbeitsplatz verliert, steht meist ohne Krankenversicherung da. Allerdings zahlt der Staat mit den Programmen Medicare und Medicaid für viele Millionen alter und sozial schwacher Bürger. Das kostet Washington derzeit 800 Milliarden Dollar im Jahr.

  • Grundsätzlich besser aufgehoben scheinen die US-Bürger in ihrem teuren Gesundheitssystem nicht zu sein. Nach internationalen Untersuchungen gibt es in den USA mehr Todesfälle, die medizinisch vermeidbar gewesen wären, als in Deutschland oder Frankreich. Auch die Kindersterblichkeit liegt in den USA nach einem Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) über dem Durchschnitt.
(sam/sda)

Erstellt: 09.09.2009, 16:32 Uhr

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