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Ein Maulkorb für das US-Militär

Nach den Äusserungen des entlassenen Nato-Oberbefehlshabers in Afghanistan, Stanley McChrystal, hat Verteidigungsminister Robert Gates die Regeln für den Umgang mit Journalisten verschärft.

Wenig Vertrauen zu Journalisten: Verteidigungsminister Robert Gates im Juni vor Medienvertretern.

Wenig Vertrauen zu Journalisten: Verteidigungsminister Robert Gates im Juni vor Medienvertretern.
Bild: Keystone

In einem am Freitag an militärische und zivile Mitarbeiter in Führungsverantwortung adressierten Schreiben, das der Nachrichtenagentur AFP vorliegt, werden diese Personen verpflichtet, Interviews oder andere Verlautbarungen in der Öffentlichkeit vorab mit dem Ministerium abzusprechen.

In dem dreiseitigen Papier mit dem Titel «Interaction with the media» zeigte sich Gates «betroffen», dass im Ministerium ein «laxer» Umgang mit der Presse Einzug genommen habe und geltende Regeln oder Verfahrensweisen missachtet würden. Der Minister warnte, dass er die Weitergabe von geheimen Informationen nicht tolerieren werde und die Verantwortlichen belangt würden.

Der amerikanische Präsident Barack Obama hatte McChrystal am 21. Juni entlassen, nachdem ein Artikel im US-Musikmagazin «Rolling Stone» erschienen war, in dem der Vier-Sterne-General mit scharfer Kritik an Vizepräsident Joe Biden und am US-Botschafter in Kabul, Karl Eikenberry, zitiert wurde. (raa/afp/)

Erstellt: 03.07.2010, 09:58 Uhr

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