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Erstmals tötet US-Drohne eigene Soldaten
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Bei einem Angriff durch eine US-Drohne des Typs Predator im Süden Afghanistans sind wahrscheinlich zwei eigene Soldaten getötet worden. Die Militärführung hat angekündigt, den Fall zu untersuchen. Es wäre der erste Fall eines sogenannten Friendly Fire durch ein unbemanntes Flugzeug. Wie der US-Fernsehsender NBC berichtet, ereignete sich der Unfall ausserhalb der Stadt Sangin in der Provinz Helmand, wo Marineinfanteristen unter Beschuss gekommen waren.
Über die Infrarotbilder, die sie von der Drohne erhielten, gaben die Marineinfanteristen der unbemannten Maschine die Schussfreigabe auf ein feindliches Objekt, das ihnen entgegenkam. Wie sich später herausstellte, handelte es sich dabei nicht um Aufständische, sondern um eine zu Hilfe eilende US-Einheit. Ein 23- und ein 26-jähriger US-Soldat überlebten den Angriff durch die eigene Drohne nicht.
Die Piloten sitzen in Nevada
Beim Versuch die Taliban zurückzudrängen, werden regelmässig Drohnen zu Aufklärungszwecken oder als Waffe eingesetzt. Täglich überfliegen mehr als ein Dutzend Drohnen des Typs Predator und die etwas leichtere Nachfolgeversion Reaper Afghanistan. Auch im Irak und in Pakistan werden die insgesamt 7000 Drohnen der US-Armee regelmässig eingesetzt. Von einer Air-Force-Basis im US-Bundesstaat Nevada werden die Flugobjekte ferngesteuert.
Die unbemannten Einsätze werden von Menschenrechtsorganisationen kritisiert, weil dabei immer wieder auch unschuldige Zivilisten ums Leben kommen. So wurden im letzten Februar bei einem Angriff in der Provinz Uruzgan gleich 15 Zivilisten getötet und 12 weitere verletzt. US-Soldaten blieben bislang verschont von der scheinbaren Wunderwaffe.
Kritik am Einsatz
Experten befürchten, dass sich diese Fälle häufen werden. «Mit dem zunehmenden Einsatz der Drohnen wird die Zahl solcher Zwischenfälle ansteigen», ist Militärexperte Louis Tucker im Gespräch mit der «Los Angeles Times» überzeugt. Durch die Vollautomatisierung würden viele Menschen irrtümlicherweise glauben, dass es auch weniger Fehler gebe.
Gerade wegen der grossen zivilen Opfer, kommt der Drohneneinsatz über Afghanistan und Pakistan regelmässig in die Kritik. Die antiamerikanischen Gefühle würden dadurch regelrecht befeuert, wie die «Los Angeles Times» in einem weiteren Artikel bemerkt. So bezeichnen Kritiker das Drohnen-Programm als kontraproduktiv und fordern daher die Einstellung. (jak)
Erstellt: 12.04.2011, 16:07 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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