Ausland
«Fahr zum Teufel»: Chávez und Uribe wollten sich prügeln
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Beim Gipfeltreffen der Rio-Gruppe im mexikanischen Cancún sassen sie sich der Venezolaner Hugo Chávez und der Kolumbianer Álvaro Uribe beim Frühstück nebeneinander. Da kam es zu einem heftigen Disput. «Seien Sie ein Mann, und stellen Sie sich der Diskussion! Sie sind mutig, wenn es darum geht, mich aus der Ferne anzugreifen, aber sobald ich in der Nähe bin, sind Sie ein Feigling», sagte Uribe. «Fahr zum Teufel!», antwortete Chávez. Laut einer mexikanischen Zeitung mussten mehrere andere Präsidenten eingreifen: Einen Moment lang sah es aus, als würde es zu Handgreiflichkeiten kommen.
Hilfe einer «Gruppe von Freunden»
Nach diesem Schlagabtausch einigten sie sich darauf, ihre Differenzen durch Gespräche beilegen. Sie akzeptierten, mit Hilfe einer «Gruppe von Freunden» aus Lateinamerika den Dialog über eine Versöhnung zwischen beiden Ländern aufzunehmen. Dem Vernehmen nach hatte Uribe dem Nachbarland vorgeworfen, ein Embargo gegen Waren aus Kolumbien verhängt zu haben. Chávez hielt entgegen, die kolumbianische Regierung habe 300 Paramilitärs ins Grenzgebiet entsandt.
Rückendeckung für Argentinien
Der linksgerichtete Chávez hat den konservativen Uribe zuletzt vor allem deshalb angegriffen, weil er den US-Streitkräften Zugang zu Stützpunkten in Kolumbien gewährt hat. Am späteren Abend habe sich der venezolanische Präsident versöhnlich gezeigt, hiess es weiter. Dessen ungeachtet erhielt Argentinien Rückendeckung im Streit mit Grossbritannien um die Falkland-Inseln. In einer Erklärung betonten die 32 Teilnehmerländer des Lateinamerika-Gipfels Argentiniens «legitime Rechte» auf die Inselgruppe. (ben/sda)
Erstellt: 24.02.2010, 11:44 Uhr
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