Ausland

Gegen Trump wird kein Strafverfahren eröffnet

Aktualisiert am 15.03.2016

Während eines Wahlkampfauftritts von Donald Trump schlug einer seiner Anhänger einen Schwarzen. Daher wurde nun auch das Verhalten des Präsidentschaftsbewerbers überprüft.

«Es waren die Protestler und Unruhestifter, die Verstösse begangen haben»: Donald Trump. (14. März 2016)

«Es waren die Protestler und Unruhestifter, die Verstösse begangen haben»: Donald Trump. (14. März 2016)
Bild: Gene J. Puskar/Keystone

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US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump muss im Zusammenhang mit einem tätlichen Angriff auf einen Afroamerikaner bei einem Wahlkampfevent kein Strafverfahren fürchten. Ein Rechtsberater sei zum Ergebnis gekommen, dass vorliegende Beweise nach den Gesetzen des Staates North Carolina nicht den Tatbestand der Anstachelung zu Unruhen erfüllten, hiess es in einer Stellungnahme des Sheriffsbüro im Bezirk Cumberland County. Sheriff Earl «Moose» Butler habe dieser Einschätzung zugestimmt.

Am vergangenen Mittwoch hatte ein älterer Besucher einer Kundgebung Trumps in der Stadt Fayetteville einem schwarzen Mann mit der Faust ins Gesicht geschlagen, als das Opfer wegen Ruhestörung aus der Halle abgeführt wurde. Der 78-jährige Angreifer wurde festgenommen, nachdem sich ein Video von dem Vorfall im Internet verbreitet hatte. Er muss sich wegen Körperverletzung, ungebührlichem Verhalten und Drohungen verantworten.

(Video: Youtube/Daniel TovZav)

In einer ersten Erklärung teilte das Sheriffsbüro am Montag mit, dass auch Trumps Verhalten bei der Veranstaltung geprüft werde. Nun hiess es, die Ermittlungen zu anderen Aspekten des Vorfalls gingen zwar weiter, doch seien Trump und dessen Kampagne nicht länger im Visier. In einer Reaktion erklärte sein Team. «Es waren die Protestler und Unruhestifter, die Verstösse begangen haben, nicht Herr Trump oder die Kampagne.»

«Sie schlugen zurück, eine schöne Sache»

Während jener Veranstaltung in Fayetteville erzählte Trump indes in seiner Ansprache von einem vorangegangenen Event, bei dem sich ein Protestler mit seinen Fans geprügelt hatte. Dem Publikum sagte der Republikaner: «Sie fingen an zurückzuschlagen. Das war eine wunderschöne Sache.»

Zuletzt kam es bei Trump Wahlkampfveranstaltungen häufiger zu Auseinandersetzungen zwischen seinen Anhängern und Gegnern. In Chicago musste er einen Auftritt nach massiven Rangeleien in der Arena am vergangenen Freitag absagen. Tags darauf wurde er in Cleveland und Kansas City bei Reden mehrfach unterbrochen. In Dayton in Ohio sprang ein Mann sogar auf die Bühne, auf der Trump sprach. (chk/AP)

Erstellt: 15.03.2016, 02:53 Uhr

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