Ausland
Häuserkrise zwingt Amerikaner in Zeltstädte
Von Olivia Kühni. Aktualisiert am 18.03.2009 12 Kommentare
Die Zeltstadt in Sacramento
Hunderte von Menschen haben ihre einfachen Campingzelte auf den Wiesen rund um die kalifornische Hauptstadt Sacramento aufgestellt, nachdem sie wegen der Hypothekenkrise ihre Häuser räumen mussten. Als Erstes berichtete der Fernsehsender ABC letzte Woche über die Zeltstadt, in der damals rund 300 Menschen lebten. Die «NZZ am Sonntag» zeigte am letzten Wochenende ein Bild aus der Zeltstadt und schrieb, dass täglich 50 neue Bewohner hier ihr Zelt aufstellen.
Viele der Anwohner seien Menschen, die noch vor sechs Monaten ein gewöhnliches Mittelklasseleben führten. «Es sind ganze Familien hier, nicht nur Männer, die ihre Frauen verlassen haben und sich betrinken», zitiert ABC den Leiter einer lokalen Obdachlosenstelle. «Ganze Familien, drei, vier, fünf Menschen auf einmal.»
Die Anwohner müssen umziehen
Der Bürgermeister von Sacramento reagierte heute auf die unerwünschte internationale Medienaufmerksamkeit. «Diese Menschen leben in unmenschlichen Verhältnissen, wie Flüchtlinge in der dritten Welt», sagte Kevin Johnson ABC. Er wolle die Zeltstadt schliessen, weil sie auf öffentlichem Land stehe, ohne Zugang zu sanitären Anlagen. Ausserdem könne die Wiese, die in der Nähe eines Flusses steht, überflutet werden. Er will den Obdachlosen jetzt einen anderen Ort anbieten, an dem sie Zugang zu Toiletten, Strom und Wasser haben.
Die Zeltstadt vor Sacramento ist jedoch nicht die Einzige in den USA. Über ein Dutzend solcher Städte seien in den letzten Monaten entstanden, schreibt die «Times». Dazu kommen all jene Städte, die sich Lösungen ausgedacht haben, bevor eine Zeltstadt entstehen konnte: So bietet beispielsweise die kalifornische Stadt Santa Barbara den Obdachlosen einen Parkplatz an, auf dem sie in Wohnwagen hausen können. In Kalifornien leben aufgrund des milden Klimas besonders viele Obdachlose. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 18.03.2009, 12:57 Uhr
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Nächsten-Liebe ist SELBST - Liebe. Wann beginnt die Menschheit zu begreifen, dass es nur eine wahre Rendite gibt, die man mit Geld erzielen kann, nämlich den Reichtum aus der Herzensfreude heraus zu teilen, damit Ausgewogenheit, Gleichgewicht entsteht. Ist es nicht an der Zeit, die Einheit hinter allem zu erkennen. Mein und Dein muss fallen gelassen werden. Teilen ist ein Akt des Friedens. Antworten



