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Hunger im Land des Big Mac

Aktualisiert am 16.11.2010 5 Kommentare

In den USA haben Millionen Menschen zu wenig zu essen: 15 Prozent aller Haushalte sind in Not. Bestimmte Bevölkerungsgruppen sind von der Misere besonders betroffen.

1/10 Umsonst essen: Ein katholisches Zentrum in Cleveland ist Anlaufstelle für Hungrige.
Bild: Keystone

   

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Die Studie

Das US-Landwirtschaftsministerium führt seit 15 Jahren alle 12 Monate eine Studie zur Ernährungssituation im Land durch. Für den Bericht von 2009 wurden 46'000 Haushalte befragt, die Ergebnisse wurden für das restliche Land hochgerechnet.

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14,7 Prozent der amerikanischen Haushalte hatten im vergangenen Jahr Probleme, ein oder mehrere Familienmitglieder zu ernähren. Dies geht aus einer Studie des US-Landwirtschaftsdepartments hervor, die dem amerikanischen Sender CNN und der «Los Angeles Times» vorliegt. Bei den meisten der 17,4 Millionen betroffenen Haushalte, in denen rund 45 Millionen Menschen leben, handelte es sich zwar nur um einen zeitweiligen Engpass aufgrund temporärer finanzieller Schwierigkeiten.

Doch für über einen Drittel der betroffenen Haushalte sieht die Situation besonders düster aus: Für 6,8 Millionen von ihnen, also für rund 5,7 Prozent aller US-Haushalte, sei die Ernährungsunsicherheit gravierend, heisst es in der Studie. Mindestens ein Mitglied eines Haushaltes sei jeweils dazu gezwungen gewesen, weniger zu essen oder die Ernährungsgewohnheiten umzustellen. Rund eine Million Kinder waren davon betroffen.

Alleinerziehende, Latinos und Schwarze leiden mehr

Gemäss dem Bericht gab es im typischen Haushalt in dieser ärmsten Gruppe mindestens ein paar Tage pro Monat oder gar sieben Monate im Jahr zu wenig zu essen. Besonders Alleinerziehende sowie Haushalte von Latinos und Schwarzen waren betroffen, die Armut ist zudem auf dem Land grösser als in den Städten und den grösseren Ballungsräumen.

Die USA haben mit mehreren Ernährungsprogrammen auf das Problem reagiert – zum Beispiel mit kostenlosen oder verbilligten Mittagstischen an Schulen oder Suppenküchen. Verglichen mit 2008 hätten im vergangenen Jahr 18,7 Prozent mehr Personen diese Angebote genutzt, heisst es in der Studie weiter.

Seit 2006 hat sich das Elend verdreifacht

«Die Ergebnisse belegen, wie entscheidend die Ernährungsprogramme für amerikanische Familien sind», sagt Kevin Concannon von den staatlichen Food, Nutrition and Consumer Services gegenüber CNN. Gemäss der «Los Angeles Times» hat die Zahl der Amerikaner, die Essensgutscheine erhalten, im August die neue Höchstmarke von 42,4 Millionen erreicht.

Das Landwirtschaftsdepartment führt die Studie seit 15 Jahren durch. Im Vergleich mit 2008 haben die US-Haushalte, die zu wenig zu essen hatten, zwar nur um 0,1 Prozent zugenommen. Seit 2006 habe sich die Zahl jedoch verdreifacht, stellt der Regierungsbericht fest. (miw)

Erstellt: 16.11.2010, 13:30 Uhr

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5 Kommentare

Stefan Weise

16.11.2010, 13:40 Uhr
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es sind weitaus mehr! aber das will niemand sehen!! Antworten


Dieter Wundrig

16.11.2010, 14:32 Uhr
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Weshalb denn nur in die USA schauen?! Wo stehen denn unsere Länder mit dem Reichtum, alle paar Tage brüsten sich Medien und Politiker damit, zu den reichsten Ländern der Welt zu gehören. Vielen Menschen klappern dabei die Zähnen, sofern man diese noch hat. Verhungern muss man noch nicht, aber viele kämpfen um das tägliche Essen. Noch springen Organisonen ein, diese aber sind am Limit Antworten



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