Ausland
Jeder siebte Amerikaner ist arm
Aktualisiert am 10.09.2009 3 Kommentare
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Die Zahl der Armen ist 2008 um 2,5 Millionen Menschen auf knapp 40 Millionen gestiegen. Mit 13,2 Prozent habe der Anteil der Armen an der Gesamtbevölkerung von derzeit etwa 300 Millionen einen Höchststand seit elf Jahren erreicht, heisst es im am Donnerstag veröffentlichten Bericht des statistischen Bundesamtes in Washington.
Als arm gilt für die Statistiker jeder, der weniger als 50 Prozent des Durchschnittseinkommens verdient. Das durchschnittliche Einkommen eines amerikanischen Haushalts ist dem Bericht nach im vergangenen Jahr um 3,6 Prozent auf 50'303 Dollar (52'548 Franken) gefallen.
1993 und 1960 ähnliche Zahlen
Regional war der Süden der USA am stärksten von der Rezession und ihren Folgen betroffen. Im Nordosten habe es kaum einen Rückgang der Durchschnittsgehälter gegeben. Die Durchschnittseinkommen der Frauen betrugen der Statistik nach 2008 wie schon im Vorjahr 77 Prozent der Löhne, die Männern gezahlt werden.
Der Anstieg im vergangenen Jahr war der erste seit fünf Jahren. Die Armutsquote in den USA habe zuletzt in den Rezessionsperioden 1993 und 1960 auf einem derart hohen Niveau gelegen, sagte der Leiter des Statistikamtes, David Johnson.
Immer mehr Menschen ohne Krankenversicherung
46,3 Millionen Menschen in den USA hatten 2008 dem Bundesamt zufolge keine Krankenversicherung. Das bedeute einen Zuwachs um 600'000. Gemäss Johnson ist die heutige Situation aber wohl noch viel dramatischer.
Denn die Daten zum Gesundheitswesen stammten vom März vergangenen Jahres und damit aus einem Zeitraum, als sich das Land noch nicht in der Rezession befand und viele Menschen ihre Arbeit und damit ihre Krankenversicherung verloren. (oku/sda/)
Erstellt: 10.09.2009, 22:37 Uhr
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3 Kommentare
40 Millionen leben in Armut. 46 Millionen haben keine Krankenversicherung. Kapitalismus ist ein grossartiges Gesellschaftssystem, nicht wahr? Nein. Es ist ebenso menschenverachtend wie Kommunismus, und es wird Zeit, dass die Menschheit sich von beiden verabschiedet. Antworten
Seltsam das Ganze wenn man bedenkt, dass die USA hinter der Schweiz die angeblich, zweitbeste Wirtschaft der Welt hat. Ich hoffe wirklich für die Menschen dort, dass sie wenigstens eine kostenlose Krankenversicherung erhalten. Arbeitslos und gleichzeitig krank, da hat man wohl keine Chance mehr. Aus diesem Grund wünsche ich in diesem Punkt Herrn Obama viel Glück, dass er gut brauchen kann! Antworten




Marcel Zürcher
@Roberto Gardin, und zu was? Das individum Mensch braucht eine Art der Führung. @Scavezzon Boris, viele wollen das gar nicht. Ich US Bürger nahe meiner Familie. Was vom Staat kommt (ÖV, Krankenkasse etc.) ist bei vielen Amerikanern gleichgesetzt mit Kommunismus. Sicher denken nicht alle so, aber es ist nach wie vor eine weit verbreitete Meinung. Antworten