Ausland
Kriegskosten der USA steigen auf fast eine Billion
Teure Präsenz in Afghanistan: US-Soldat in Jalrez westlich von Kabul. (Bild: Keystone)
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Die Kosten der US-Regierung für die Kriege in Afghanistan und im Irak summieren sich bis Ende des Jahres voraussichtlich auf knapp eine Billion Dollar. Das ergibt sich aus einem neuen Haushaltsantrag der Regierung von US-Präsident Barack Obama über 83,4 Milliarden Dollar (63 Milliarden Euro) an den Kongress, wie Parlamentsmitarbeiter erklärten.
Die Mittel für die zweite Jahreshälfte sollen neben Geld für die Streitkräfte auch mehr als 7 Milliarden Dollar (5,3 Milliarden Euro) für Entwicklungsprojekte umfassen. Ausserdem sind 350 Millionen Dollar zur Bekämpfung der mexikanischen Drogenkartelle vorgesehen sowie 400 Millionen Dollar, die Pakistan bei der Bekämpfung von Aufständischen an der Grenze zu Afghanistan helfen sollen. Obamas Antrag ging dem Kongress am Donnerstag zu.
Kongress muss Kriegsausgaben bewilligen
Für das Gesamtjahr 2009 werden sich die Gesamtkosten für die Kriege demnach auf 150 Milliarden Dollar (114 Milliarden Euro) belaufen. Der Kongress muss die zusätzlichen Mittel jedoch noch bewilligen. Nach Angaben des wissenschaftlichen Dienstes des Kongresses werden die Ausgaben für die Kriege seit Ende 2001 damit auf etwa 950 Milliarden Dollar ansteigen - nach heutigem Wechselkurs wären das 720 Milliarden Euro.
Das zusätzliche Geld würde den Einsatz im Irak und in Afghanistan bis in den Herbst hinein finanzieren. Präsidentensprecher Robert Gibbs räumte ein, dass Obama sich in der Vergangenheit stets kritisch über ein ähnliches Vorgehen seines Vorgängers George W. Bush geäussert habe. Diesmal sei das zusätzlich Geld nötig, da es bis zum Sommer zur Verfügung stehen müsse, bevor der Kongress den normalen Haushalt auf den Weg gebracht habe. «Dies wird der letzte Nachtragshaushalt für Irak und Afghanistan sein», sagte Gibbs. (vin/ap)
Erstellt: 10.04.2009, 16:56 Uhr



