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Nach dem Parteitag ist vor dem Parteitag

Von Kasie Hunt, dapd. Aktualisiert am 03.09.2012 8 Kommentare

Während Mitt Romney versucht, den Schwung aus Tampa in die neue Woche zu retten, stimmen sich Barack Obama und die Demokraten bereits auf ihren grossen Auftritt in Charlotte ein.

Steht bald selbst auf der grossen Bühne: Barack Obama tritt vor dem Parteitag an einer Wahlkampfveranstaltung in Iowa auf. (1. September 2012)

Steht bald selbst auf der grossen Bühne: Barack Obama tritt vor dem Parteitag an einer Wahlkampfveranstaltung in Iowa auf. (1. September 2012)
Bild: Keystone

«Verraten Sie es nicht Sununu!»

NBC-Reporter Peter Alexander erlaubte sich einen kleinen Scherz in Mitt Romneys Kampagnenflugzeug, als er ihm durch den Mittelgang eine Orange zurollen liess, auf die er eine Frage gekritzelt hatte: «Spielt Senator Rob Portman Barack Obama, wenn Sie sich auf die Debatte vorbereiten?» «Shh!», antwortete Romney, «verraten Sie es nicht Sununu! Aber ja.»

Barack Obama und Mitt Romney werden im Oktober in drei Debatten gegeneinander antreten. Der Republikaner John Sununu ist ein prominenter Unterstützer von Mitt Romney.

Die rollende Orange

(Video: Youtube)

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Nach der offiziellen Nominierung des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney nimmt der US-Wahlkampf Fahrt auf. Am Samstag lieferten sich der frisch gekürte Herausforderer und Amtsinhaber Barack Obama ein Fernduell. Der Präsident warf Romney bei einer Kundgebung in Urbandale im US-Staat Iowa Ideenlosigkeit vor, der Republikaner attackierte Obama in Cincinnati wegen dessen Bilanz im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit.

«Trotz aller Herausforderungen, denen wir uns im neuen Jahrhundert gegenübersehen, war alles, was sie euch in diesen drei Tagen angeboten haben, eine Agenda, die besser zum vergangenen Jahrhundert passt», sagte Obama mit Blick auf den zurückliegenden Parteitag der Republikaner. «Wir haben das alles schon gesehen. Ihr habt das wahrscheinlich noch auf Schwarzweissfernsehern gesehen.»

Romney: «Zeit für einen neuen Coach»

Anlässlich des Saisonauftakts im College-Fussball und 23 Millionen unterbeschäftigten oder arbeitslosen Amerikanern bemühte Romney in Cincinnati Sportanalogien. «Wenn ihr auf der einen Seite einen Trainer habt, der eine Null ist, und auf der anderen Seite 23 Millionen, dann ist es Zeit für einen neuen Coach», sagte der republikanische Präsidentschaftskandidat bei einer Wahlkampfveranstaltung in einem Museum. «In Amerika ist es wieder Zeit für eine erfolgreiche Saison.»

Zwei Monate vor der Wahl haben Romney und Obama die Schlagzahl erhöht. Sie reisen kreuz und quer durch das Land, sie besuchen die von Hurrikan Isaac gebeutelte Golfregion und sprechen auf Kundgebungen, sie kommen in Universitäten und Militärstützpunkte. Wenige Tage vor dem Parteitag der Demokraten will Obama wieder Herr über die Nachrichtenlage werden, während Romney die Dynamik der republikanischen Convention in die kommenden Wochen herüberzuretten versucht.

Obama: «Müssen uns nicht neu erfinden»

Bis zum Beginn des demokratischen Parteitags in Charlotte am kommenden Dienstag hat Obama einen vollen Terminkalender. Der US-Präsident reist durch vier sogenannte Swing States, die für die Wahl am 6. November entscheidend seien dürften. Den Auftakt machte er am Samstag in Iowa, für die kommenden Tage sind Besuche in Colorado, Ohio und Virginia geplant.

«Wir müssen den Präsidenten nicht vorstellen oder neu erfinden, wie es Mitt Romney muss», sagte die Sprecherin von Obamas Wahlkampfteam, Stephanie Cutter, zu den Plänen für den Parteitag. «Stattdessen wird auf unserer Convention die Geschichte der vergangenen vier Jahre erzählt und wie der Präsident einige schwere Entscheidungen getroffen hat, um dem Land zu helfen und die Wirtschaft anzukurbeln.»

Romneys Wahlkampfteam hingegen versuchte schon vor dem Parteitag der Demokraten, die Erwartungen an die Convention des politischen Gegners zu dämpfen. «Was die Amerikaner in den vergangenen Tagen gesehen haben, ist eine Partei und ein republikanisches Kandidatenduo, die entschlossen sind, die Jobkrise zu lösen», sagte Romneys Berater Eric Fehrnstrom. «Dazu werdet ihr von den Demokraten in der nächsten Woche in Charlotte nichts hören. Die Leute haben eine Gruppe Individuen gesehen, die fest an die freie Marktwirtschaft glauben. Das unterscheidet sich sehr von dem negativen Bild, das die Demokraten auf ihrem Parteitag zeichnen werden.» (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 02.09.2012, 21:49 Uhr

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8 Kommentare

Alfons Dubach

02.09.2012, 22:36 Uhr
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Dieses 2-Parteien-System wird die USA früher oder später ruinieren ... Was die Demokraten fördern wollen, finden die Republikaner einen veritablen Bullshit und umgekehrt. Koalitionen und Kompromisse sind offenbar nicht gefragt oder nicht mehrheitsfähig. What a wonderfull world! Antworten


Larry Schlitt

03.09.2012, 02:13 Uhr
Melden 7 Empfehlung 0

Ja genau gleich wie in der Schweiz. Wir haben einfach etwas feiner geriebener parteikaese aber stinken tuets auch bei uns. Antworten



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