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Neun Kinder aus Haiti sind in der Schweiz angekommen
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Neun Adoptivkinder aus Haiti sind am Donnerstag in der Schweiz eingetroffen. Dies erklärte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Die Kinder seien bereits bei ihren neuen Eltern.
Sie seien am Donnerstag in Zürich gelandet und nach einer medizinischen Untersuchung ihren neuen Familien übergeben worden, sagte EDA-Sprecher Georg Farago.
Nur noch der Gerichtsentscheid fehlte
Die Kinder waren demnach bereits vor dem Beben am 12. Januar für eine Adoption vorgesehen. Ihr Verfahren habe kurz vor dem Abschluss gestanden. Als weitere Voraussetzung für das beschleunigte Verfahren nannte Farago die Tatsache, dass die Fälle der nun in die Schweiz eingeflogenen Kinder «genügend dokumentiert» gewesen seien.
Bei zwei der Kinder lag bereits ein Entscheid eines haitianischen Gerichts vor. Bei den anderen sieben Waisenkindern fehlte nur noch der Gerichtsentscheid, der eine Ausreise erlaubt hätte. Da das zuständige Gericht seit dem Beben in Trümmern liegt, konnte ein solcher Entscheid nun nicht mehr eingeholt werden.
Von nun an lediglich normale Verfahren
Die Ausreise der Kinder in die Schweiz möglich machte nun eine Unterschrift des haitianischen Premierministers Jean-Max Bellerive. Die Schweiz und andere Staaten hatten sich gemeinsam darum bemüht. Am Donnerstag waren auch 60 Adoptivkinder aus Haiti in Deutschland angekommen.
Die Schweiz will künftig aber keine beschleunigten Verfahren für Adoptionen aus Haiti durchführen. Neue Adoptionsfälle würden nach Normalverfahren abgewickelt, stellte Farago klar.
Angesichts des Leids der schätzungsweise eine Million Waisen und alleingelassenen Kinder in Haiti war die Forderung nach Blitzadoptionen laut geworden. Das Uno-Kinderhilfswerk Unicef hatte jedoch vor solchen Schnellverfahren gewarnt. Die Gefahr sei zu gross, dass Kriminelle einen illegalen Handel mit Kindern aufzögen. Wer den Kindern in Haiti direkt helfen wolle, sei besser beraten, an Hilfeswerke für Kinder zu spenden. (oku/sda)
Erstellt: 29.01.2010, 18:41 Uhr














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