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«Nobelpreis? Für was?»
Aktualisiert am 09.10.2009 37 Kommentare
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Es ist vollkommen bizarr. Präsident Barack Obama hat eben den Nobelpreis gewonnen. Dabei ist nicht klar wieso. Weil er Frieden gestiftet hat, eine Art Frieden, zusammen mit Hillary Clinton? Weil er den Raketenschutzschild nicht installierte und die Iraner bei Laune hielt? Weil er mehr Truppen und Waffen nach Afghanistan entsenden will?
Traditionellerweise stiftet der Gewinner des Friedensnobelpreises zuerst Frieden und erhält den Preis erst später und für etwas, das er tatsächlich erreicht hat. Die neue Vorgehensweise wischt solch altmodische Vorstellungen von «Auszeichnung-folgt-auf-Leistung» beiseite.
Genau betrachtet, ist das Ganze richtig postmodern: Eine Person kann jetzt den Friedensnobelpreis gewinnen, wenn sie sagt, sie hoffe, dass es ihr gelinge, irgendwann in der Zukunft Frieden zu bringen. Sie ist aber nicht verpflichtet, es auch zu tun. Die Absicht reicht. Grossartig.
Erstellt: 09.10.2009, 17:01 Uhr
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37 Kommentare
Nun Yasser Arafat hat auch diesen Friedens-Nobelpreis bekommen, da sieht man wie hoch die Qualifikatiionslatte gelegt ist... Im Irak und Afghanistan sieht es nun schlimmer aus, als unter Bush und Iran hat bald die A-Bombe.. tolle Leistung Herr Obama... Bin Laden lacht sich über ihn kaputt... Bush war wenigstens der Erzfeind der Islamisten.. Antworten
ok. Obama hat keinen Atomkrieg angefangen, keine neuen Häftlingslager installiert, kein Land besetzt, - DAS muss heute reichen für den Friedensnobelpreis. ICH habe es unterlassen, falsch zu parken. Bekomme ich dafür eine Gutschrift? Oder gab's diesen Preis als Symbol für 100 Jahre Schuldenwirtschaft (Währung nicht mehr durch Gold gedeckt)? Als Signal, den Dollar nun ganz sterben zu lassen? Antworten
Zum Glück ist die Wahl der Nobelpreisträger keine demokratische Angelegenheit, wo der Mehrheitsfähigste Kandidat gewinnt. Der Effekt, den das Komitee mit dieser Wahl hervorruft könnten für die Allgemeinheit und den Frieden auf der Welt nicht wertvoller sein. Wenn sich A. Nobel dieser Tage im Grab umdreht, dann aus Abscheu vor Scheinwissenschaft, wegen dem ungeheuerlichen sogenanten "wirtschaftsNP" Antworten
Nach den katastrophalen Bush-Präsidialjahren mit zwei neuen Kriegen, ist es für die Weltgemeinschaft ein Segen, dass an der Spitze der Weltmacht USA mit Barak Obama ein Präsident steht,der den Dialog mit der Weltgemeinschaft zur Lösung der globalen Problemen sucht und sich für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen einsetzt. Hoffentlich gibt ihm diese Auszeichnung Kraft, den Weg konsequent zu gehen. Antworten
@Ronnie König Wenn Sepp Blatters FIFA heute bereits, die Schweizer Nati zur Siegerin der kommenden WM in Südafrika erklären würde, wäre dies ebenfalls ein weiser Entscheid? Die bereits erkorenen WM Sieger, würden dann sicher besonders gut aufspielen. Welcome to Absurdistan. Antworten
Offensichtlich handelt es sich dabei um eine Verwechslung: Das Nobelkomitee dachte wohl, es gehe um eine Oscar-Verleihung an den besten Schauspieler des Jahres. Den Hauptdarsteller im berühmten Film: "A president as you please". Fragt sich nur, wer als bester Nebendarsteller gewählt wird: Mahmud aus Teheran, Wladimir aus Moskau oder gar Kim aus Pjöngjang? Schwierige Wahl, liebes Komitee! Antworten
Warum wurde nicht Kofi Anan (diesmal direkt, ohne UNO!) geehrt? Der hat die letzten 2 Jahre mehr geboten. Aber vielleicht hat das Komite auf Vorschuss gehandelt. Der schlechteste Entscheid wars aus meiner Sicht nicht. Andere taten einfach mehr für den Frieden. Vieleicht auch ein Kredit um Frieden in den Nahen Osten zubringen? Antworten
Nichts gegen Obamas Verdienste. Aber hier erhält doch jemand einen Nobelpreis für Absichtserklärungen! Das kann halt irgendwie doch auch nicht sein. Auch in andern Bereichen fällt mir immer öfter auf, dass die Nobelpreisvergabe einer Bamby-Verleihung immer ähnlicher wird. Wer hat noch nicht, wer will noch mal? Die Kriterien sind mittlerweilen zu verschwommen. Antworten
Der Entscheid ist gar nicht so undurchdacht. Dahinter steckt die Annahme oder besser Hoffnung, dass ein Friedensnobelpreisträger keinen Krieg gegen den Iran eröffnen wird, was sicherlich im Interesse der grossen Mehrheit aller Menschen liegt. Ausserdem wird damit die Position der pro-israelischen Lobbys in Washingten gegenüber dem Obama-Kurs geschwächt. Daher, durchaus sinnvoll und logisch! Antworten
einfach lächerlich... ich verlange dass man mir nächstes jahr auch den friedensnobelpreis übergibt, da ich seit jahren verlange dass die welt keinen krieg braucht. muss man für diesen preis nur gut quatschen können oder braucht man dazu auch einen leistungsausweis? ich würde vorschlagen dass der papst auch noch einen preis abgreifen darf für sein verlangen nach frieden, freude, eierkuchen. Antworten
Das kann doch einfach nicht wahr sein!?Damit verliert ein wunderbarer Preis jegliche Legitimation und Wertigkeit.Einen amtierenden US-Präsident einen Friedensnobelpreis zu geben.Das kann doch einfach nicht ernsthaft wahr sein.Der Preis wird nun schon für Worte und Absichten verteilt?Und was ist, wenn Obama diese nicht einhält?Guantanamo wollte er auch nach 100 Tagen schliessen.Die Irankrise läuf.. Antworten
Boosting Loosers? Wenn Visionen alleine genügen ist der Nobelpreis nicht mehr das Papier wert auf dem er gedruckt wird. Aber die Geschichte wiederholt sich. Meine Generation erlebt jetzt zum dritten mal das nach Korea, Vietnam und z.Z. Iraq und Afganistan die Kehrtwende kommt und wieder alles umsonst war. - diese Preisverleihung ist ein massiver Einmischungsversuch in die US Innenpolitik. Antworten
Eine völlig unnachvollziehbare, unverdiente Entscheidung und ein Affront all denjenigen gegenüber, welche sich seit Jahren und Jahrzehnten für den Frieden auf dieser Erde einsetzen. Das Nobelpreiskommittee gibt sich einmal mehr der Lächerlichkeit preis. Was hat denn Herr Obama bis jetzt geleistet, abgesehen davon, ein paar eingerostete Dialoge wieder etwas in Gang zu bringen? Peinlich! Antworten
Ja schon - gratuliere. Aber nun müssen die USA die Atomwaffen auch wirklich sustantiell abbauen, nicht nur davon reden. Und weiter: Erst mal die Truppen in den islamischen Ländern abziehen, dann kann man echt von Friedensbemühungen reden. Aber realitischer gesehen war der Friedenspreis halt immer schon sehr politisch eingefärbt. Obama ist allemal die bessere Wahl als Bush oder Blair. Antworten
Ich kann den Gedanken des Nobelpreiskommittees nachvollziehen, aber wie kann man Motivationen und Bemühungen auszeichnen - und dies nach 9 Monaten Amtszeit. Oder hat man Angst davor, er könnte - wie Kennedy - den Preis womöglich nicht mehr entgegennehmen? Die Eile verfärbt und wird hoffentlich auf Unverständnis stossen und wenn Obama was von sich hält, wird er die Vergabe selber in Frage stellen. Antworten
Wer sich mit dem Atomwaffenproblem schon früher beschäftigt hat, glaubt doch wohl nicht - auch Obama nicht! - daran, dass sich in der Atompolitik eine derartige Kehrtwende einstellen wird. Deshalb und bei aller Hochachtung vor Obamas Kurs: hier wird den Menschen wieder mal Sand in die Augen gestreut. Wie in vielen andern Bereichen . . . Antworten
Tut mir leid, aber ich kann den Friedensnobelpreis leider nicht ernst nehmen. Da erhält ein amtierender Politiker den Preis, dessen Land in mehrere (Angriffs-)Kriege involviert ist und der ausser der Verbreitung von Hoffnung und vieler schöner Worte bisher über keinen sehr beeindruckenden Leistungsausweis verfügt. Antworten
Eine sehr gute und weitsichtige Entscheidung des Komitees. Keiner hat in so kurzer Zeit und in diesem derart schwierigen Umfeld den Menschen in allen Erdteilen und Kulturen glaubhaft mehr Hoffnung gegeben als dieser wunderbare Mensch. Barack Obama ist für mich der richtige Mann zur richtigen Stunde. Antworten
Für den Frierdensnobelpreis braucht man keine Leistung vorzuweisen, man muss nur möglichst viel Versprechungen abgeben, welche man nicht einhalten kann und muss. Man hätte ja gleich auch noch Putin und vielleicht den Schweizer Jean Ziegler miteinbeziehen können. Diese Nobelpreisvergabe ist nur noch politisch und eine Farce. Antworten
Geht's eigentlich noch? Nimmt mich nur Wunder, was Obama vom selbst Verkündeten bereits umgesetzt hat. Das Komitee hat wohl nicht alle Tassen im Schrank und degradiert den Nobelpreis zum PR-Gag. Es gibt wohl andere Persönlichkeiten, die wirklich für den Frieden etwas geleistet haben und den Preis verdient hätten. Antworten
Bravo. Er ist ein Hoffnungsträger dieser Welt. Aber seine Bemühungen werden schlecht belont,denn seine Gegner sehen nur Geld verdienen. Und der >Frieden kostet Geld. Und ohne Korruption und Krieg verdient man nichts. Aber er muss baldeine Lösung finden für den Afganistan Krieg.. Den Dieser Krieg kostet viel Geld, und ist so gut wie schon verloren. Antworten



Hans-Peter Scheerer
mit diesem nobelpreis für obama beleidigen und entehren sie all die hunderttausende menschen die seit jahren aktiv sich für frieden und menschenrechte unter lebensgefahr einsetzten.und schande für obama,der diesen preis auch noch annimmt.ein deutscher bambi -preis würde obama besser zu gesicht stehen.ich schäme mich für dieses komitee Antworten