Ausland
Obama verschärft den Ton gegenüber Iran
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«Wir rufen die iranische Regierung auf, alle gewalttätigen und unberechtigten Handlungen gegen die Menschen im eigenen Land zu stoppen», forderte Obama am Samstagabend.
Mit Blick auf Berichte über tote und verletzte Demonstranten bei Zusammenstössen von Oppositionsanhängern mit Sicherheitskräften erklärte Obama laut einem Communiqué des Weissen Hauses: «Wir betrauern jedes unschuldige Leben, das ausgelöscht wird.» Die iranische Regierung müsse erkennen, «dass die Welt auf sie blickt».
Ünterdrückung funktioniert nicht
In seiner Erklärung erinnerte Obama an seine Kairoer Versöhnungsrede an die islamische Welt. Darin habe er deutlich gemacht, dass es ein Irrtum sei zu glauben, man könne Ideen aus der Welt schaffen, indem man sie unterdrückt.
Letztlich würden die Iraner die Handlungen ihrer eigenen Regierung bewerten. «Wenn die iranische Regierung den Respekt der internationalen Gemeinschaft sucht, dann muss sie die Würde ihres Volkes respektieren und auf Konsens statt auf Zwang setzen.»
Zurückhaltender im CBS-Interview
Der US-Präsident hatte sich zuvor bereits in einem Interview des Senders CBS «sehr besorgt» über Teile der Rede des obersten Führers des Irans, Ayatollah Ali Khamenei, vom Freitag geäussert. Darin hatte sich die höchste Autorität des Landes eindeutig hinter Ahmadinejad als Sieger der Präsidentenwahl vor einer Woche gestellt und dem Westen verzerrte Darstellungen vorgeworfen. (cpm/sda)
Erstellt: 21.06.2009, 01:07 Uhr













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