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Obama zieht im Triumphzug zum Weissen Haus
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Obamas grosser Tag
Nach Barack Obamas Vereidigung vor dem Kapitol feierten die Amerikaner ihren neuen Staats- und Regierungschefs auf einer Parade zum Weissen Haus. Dabei gingen Obama und seine Frau Michelle einen Teil der Strecke zu Fuss und winkten den Menschen am Strassenrand zu. In seiner Antrittsrede nannte Obama den Kampf gegen die Wirtschaftskrise als Schwerpunkt seiner Regierung, versprach aber auch einen neuen Stil in der Aussenpolitik. Die Herausforderungen der Wirtschaft könnten nicht in kurzer Zeit bewältigt werden, sagte Obama. «Aber das sollst du wissen, Amerika, sie werden bewältigt», rief Obama in seiner mit Spannung erwarteten «Inaugural Address» (Rede zur Amtseinführung) aus.
Den neuen Herausforderungen müsse Amerika mit seinen alten Werten begegnen. Obama nannte «harte Arbeit und Ehrlichkeit, Mut und Fair-Play, Toleranz und Neugier, Loyalität und Patriotismus». Diese Werte seien «die stille Kraft des Fortschritts in unserer gesamten Geschichte» gewesen.
Die Schwächung der Wirtschaft sei auch eine Folge der «Gier und des unverantwortlichen Handelns» von einigen Personen, kritisierte der neue Präsident. Es gebe aber auch «unser kollektives Versagen, schwere Entscheidungen zu treffen und die Nation auf eine neue Ära vorzubereiten».
Der Welt versprach Obama ein neues Amerika, das allen zuhören werde. Der islamischen Welt sagte er das Bemühen um neue Beziehungen im Geist des beiderseitigen Interesses und des gegenseitigen Respekts zu. Er werde aber auch alles tun, um Amerika vor der terroristischen Bedrohung zu schützen.
«So wahr mir Gott helfe»
Höhepunkt der Zeremonien war die Vereidigung Obamas vor dem Präsidenten des Obersten Gerichtshofs, John Roberts. «Ich gelobe feierlich, dass ich das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten getreulich verwalten und die Verfassung der Vereinigten Staaten nach besten Kräften erhalten, schützen und verteidigen will», sprach Obama. Der in der Verfassung verankerten Eidesformel fügte er wie seine Vorgänger den religiösen Zusatz hinzu: «So wahr mir Gott helfe.» Zuvor wurde Vizepräsident Joe Biden vereidigt.
Obama ist der 44. Präsident der USA und deren erstes Staatsoberhaupt mit dunkler Hautfarbe. Der 47-jährige demokratische Politiker tritt die Nachfolge des Republikaners George W. Bush an, dessen achtjährige Amtszeit von den Terroranschlägen am 11. September 2001, den Kriegen in Afghanistan und im Irak sowie dem Beginn der schwersten Wirtschafts- und Finanzkrise seit Jahrzehnten geprägt war. Bush flog unmittelbar im Anschluss an die Amtseinführung als Privatmann nach Texas.
Bälle und Feiern bis tief in die Nacht
Die Erwartungen an Obama sind so hoch wie selten bei einer Amtseinführung: Die USA leiden unter einer Rezession, die Amerikaner sind kriegsmüde von den Einsätzen im Irak und in Afghanistan und wünschen sich einen Wechsel nach den acht Jahren unter der Regierung Bush. Der neue Präsident kann mit einer grossen Machtfülle regieren: Erstmals seit 1994 beherrschen die Demokraten das Weisse Haus und beide Kammern im Kongress.
Im Anschluss an die Parade zum Weissen Haus waren für Obama und Biden der Besuch von zehn Bällen und Feiern bis tief in die Nacht angesagt. Nach ein paar Stunden Schlaf erwartet Obama am Mittwoch dann gleich ein arbeitsreicher Tag.
Die Regierung Obamas steht bereits weitgehend fest. Nur wenige Stunden nach der Vereidigung bestätigte der Senat sechs seiner Minister. Hillary Clinton muss allerdings länger als erwartet auf ihre Bestätigung als Aussenministerin warten. Grund ist der Einspruch eines einzelnen republikanischen Senators, John Cornyn, gegen ein vereinfachtes Abstimmungsverfahren im Senatsplenum. (vin/ap)
Erstellt: 20.01.2009, 23:50 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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