Ohrfeige für Sarah Palin

Aktualisiert am 11.02.2010

Die Republikanerin bekommt soviel Medienaufmerksamkeit wie kein anderes Parteimitglied. Eine repräsentative Umfrage enthüllt jedoch Überraschendes.

1/16 Sarah Palin tritt als Gouverneurin von Alaska zurück. Die einstige Vize-Präsidentschaftskandidatin sorgt immer wieder für öffentliche Kritik.

   

Es vergeht kein Tag, an dem Sarah Palin nicht in den Schlagzeilen ist. Mittlerweile hat sie auch über ihre Ambitionen fürs Präsidentschaftsamt gesprochen. Ja, sie würde im Jahr 2012 kandidieren, «wenn ich der Ansicht wäre, dass dies das Richtige für unser Land und für die Palin-Familie wäre». Eine repräsentative Umfrage der «Washington Post» und ABC News spricht ihr nun aber diese Qualifikation ab.

Demnach glauben 71 Prozent der Amerikaner, dass Sarah Palin nicht für die US-Präsidentschaft geeignet wäre. Überraschend dabei ist, dass selbst eine Mehrheit der Republikaner ihr die Unterstützung versagt. Nur noch 45 Prozent der Republikaner befürworten eine Kandidatur Palins für 2012. Im letzten Herbst waren es noch 66 Prozent. 55 Prozent aller Amerikaner haben eine negative Meinung von der Frau aus Alaska. Eine Minderheit von 37 Prozent hegt Sympathien für sie.

Die «Tea Party»-Bewegung

Die ehemalige Gouverneurin setzt derweil ihre Hoffnungen auf die «Tea Party»-Bewegung, die letztes Jahr zu einem Sammelbecken für die Gegner der Ausgaben- und Gesundheitspolitik von Präsident Barack Obama geworden ist. An deren ersten Kongress in Nashville warf Palin als Hauptrednerin der Obama-Regierung eine unmoralische Politik vor und drohte Washington mit Widerstand. «‹Die Tea-Party›-Bewegung ist die Zukunft in der Politik», rief die ehemalige Kandidatin der Republikaner für die Vizepräsidentschaft letzte Woche den über 1000 Gästen zu.

Doch auch hier zeigt die Umfrage, dass ein Grossteil der Amerikaner gar nicht versteht, wofür diese konservative Bewegung steht. Rund 66 Prozent wissen wenig oder gar nichts über die «Tea Party»-Bewegung, deren Mitglieder «mehrheitlich weiss und konservativ sind und sich aus Republikanern und Unabhängigen zusammensetzt». Trotzdem erhält die Bewegung weiterhin regen Zulauf und Palin wird sich kaum von den negativen Umfragewerten beirren lassen. (jak)

Erstellt: 11.02.2010, 14:08 Uhr

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