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Republikaner-Kandidaten würden Trump unterstützen

Aktualisiert am 04.03.2016 28 Kommentare

Bei der jüngsten TV-Debatte griffen Cruz, Rubio und Kasich den führenden Trump hart an. Überraschend sicherten sie ihm aber ihre Unterstützung zu, sollte er die Vorwahlen gewinnen.

1/5 «Zankende Schulkinder»: Marco Rubio (links) und Donald Trump während der TV-Debatte auf «Foxnews». (3. März 2016)
Bild: Paul Sancya/Keystone

   

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Zu Beginn der TV-Debatte der Republikaner hat sich vieles ums Erwachsensein und Erwachsenwerden gedreht. Aussenseiter John Kasich merkte am Donnerstagabend in Detroit an, er sei der einzige «Erwachsene auf der Bühne». Er versprach gleichzeitig, bessere Vorwahlresultate als zuvor abzuliefern, sobald das Rennen in den Norden der USA weitergezogen sei. Kasich ist Gouverneur des nördlichen Staates Ohio.

Der texanische Senator Ted Cruz sagte, die amerikanische Bevölkerung sei nicht interessiert daran, «zankenden Schulkindern» zuzuhören. Die Wähler wollten, dass sich die Präsidentschaftsbewerber nicht nur gegenseitig beleidigten, sondern auch über substanzielle Themen diskutierten.

(Video: Youtube/Fox News) (Video: Youtube/Fox News)

Floridas Senator Marco Rubio und Milliardär Donald Trump fokussierten sich zum Start der Debatte darauf, weiter scharf gegeneinander zu schiessen. Rubio sagte, wenn einer verdient habe, persönlich und politisch angegriffen zu werden, dann sei das Trump. Er versprach jedoch, die Attacken für einen politischeren Austausch einzustellen.

(Video: Youtube/Fox News)

Währenddessen verteidigte Trump die Grösse seiner Hände, nachdem Rubio ihn damit aufgezogen hatte, wie klein diese seien – eine offensichtliche Anspielung auf Trumps sexuelle Fähigkeiten. «Ich garantiere euch, da gibt es kein Problem», sagte Trump und präsentierte dem Publikum stolz seine Handinnenflächen. Cruz neben ihm konnte nur verstört schmunzeln.

Trump will «flexibel» bleiben

Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat die häufige Änderung seiner Meinung bei verschiedenen Wahlkampfthemen verteidigt. Es sei wichtig für einen Präsidenten, «flexibel» zu sein, sagte der 69-Jährige bei der nächsten Fernsehdebatte mit seinen republikanischen Rivalen am Donnerstagabend in Detroit. Er fügte jedoch gleichzeitig hinzu, er habe einen «sehr starken Kern» an Überzeugungen.

(Video: Youtube/Fox News)

Fox-News-Moderatorin Megyn Kelly, mit der sich der 69-Jährige im Wahlkampf vehement angelegt hatte, zeigte während der Debatte kurze Clips, in denen Trump verschiedene Positionen zum selben Thema äusserte. In einem Beitrag aus dem September 2015 schien Trump die Aufnahme von syrischen Flüchtlingen in die USA gutzuheissen, während er diese Idee am nächsten Tag gleich wieder zurückwies. Auch hinsichtlich der Einreise von gebildeten Arbeitern aus dem Ausland befürwortete Trump während der TV-Debatte Flexibilität.

Gegenseitige Unterstützung zugesagt

Alle verbliebenen republikanischen Rivalen von Donald Trump werden im Falle seiner Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten ihrer Partei für den umstrittenen Bewerber stimmen. Sowohl die Senatoren Ted Cruz und Marco Rubio als auch Ohios Gouverneur John Kasich sagten dem 69-Jährigen ihre Unterstützung zu, sollte er zum Kandidaten der Republikaner gekürt werden.

Rubio sagte, er fühle sich seiner Partei verpflichtet. Deshalb werde er jeden unterstützen, der der republikanische Nominierte sein werde. Cruz sagte, er bevorzuge Trump vor den beiden demokratischen Bewerbern Hillary Clinton und Bernie Sanders, den er als einen «Sozialisten» bezeichnete.

Kasich zögerte mit seiner Antwort auf die Frage nach einer Unterstützung für den Hauptkonkurrenten am längsten. Letztlich sagte er, Trump mache es ihm «manchmal ein bisschen schwer». Er würde dem Rivalen aber seine Stimme geben, wenn dieser nominiert würde.

Auch Trump musste auf die Frage antworten, ob er einen anderen Kandidaten unterstützen würde. Nach kurzem Zögern sagte er, er würde sich hinter jeden republikanischen Nominierten stellen. (chk/AP)

Erstellt: 04.03.2016, 07:56 Uhr

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28 Kommentare

Gustav Kunz

04.03.2016, 10:07 Uhr
Melden 38 Empfehlung 19

Trump for Predident! Endlich mal einer, der nicht von Lobbyisten/Firmen gesteuert wird! Frau Clinton und auch Obama ist zu 100% abhängig vom Geld der Firmen! Die beiden haben gar keine eigene Meinung! Antworten


Sophie Clerc

04.03.2016, 11:07 Uhr
Melden 22 Empfehlung 5

Trump besetzt den Raum, die anderen tun es nicht. Amerikaner mögen das. In der Schweiz haben wir das Glück dass wir gut und detailliert über alle möglichen Themen informiert sind. Wir debattieren und stimmen über konkrete Inhalte ab. In den USA kaum - die Information und die Debatten sind simpel. Zählen tut dort hauptsächlich nur der "Raum" den der Kandidat oder die Kandidatin physich und mental einnimmt. Sein Unterhaltungswert. Wer wird das interessanteste, spannendste, prickelnste Spiel führen? Mit wem wird man am meisten Show geniessen können? Diesmal mit Trump natürlich. Er ist so lustig. So wie vorher mit einer Palin, und konkreter noch zweimal nacheinander mit einem W. Bush... Verantwortung null, auch wenn sie noch so leiden. Furcht und Bange sind schon berechtigt. Antworten