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Strauchelnder Favorit Romney gewinnt Heimspiel
Aktualisiert am 29.02.2012 6 Kommentare
Heimsieg: Mitt Romney konnte im symbolisch wichtigen Staat Michigan einen Sieg verbuchen. (Video: Reuters)
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Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner hat Mitt Romney bei den hart umkämpften Vorwahlen in seinem Geburtsstaat Michigan die meisten Stimmen geholt. Wie US-Medien gestern Abend (Ortszeit) meldeten, setzte sich der zuletzt ins Straucheln geratene Favorit knapp gegen den christlich-konservativen Ex-Senator Rick Santorum durch.
Romney kam dem TV-Sender CNN zufolge nach Auszählung von 88 Prozent der Stimmen auf 41 Prozent, der ultrakonservative Ex-Senator Santorum erhielt demnach 38 Prozent. Abgeschlagen auf den hinteren Plätzen landeten der texanische Abgeordnete Ron Paul mit zwölf Prozent und der ehemalige Chef des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, mit sieben Prozent.
«Wow, was für eine Nacht»
Die 30 Delegierten aus Michigan für den Nominierungsparteitag der Republikaner Ende August werden allerdings nicht als Gesamtpaket vergeben, sondern auf die Sieger in den einzelnen Wahlkreisen verteilt. Zunächst war unklar, ob Romney oder Santorum bei den Wahlmännern vorne lag.
«Wow, was für eine Nacht», rief Romney seinen Anhängern in seinem Michigan-Hauptquartier in Novi zu. «Wir haben nicht deutlich gewonnen, aber wir haben ausreichend gewonnen und das ist alles, was zählt.»
Santorum liess sich ebenfalls feiern. «Vor einem Monat wussten sie nicht, wer wir sind, aber jetzt wissen sie es», sagte der Ex-Senator. Niemand habe von ihm geglaubt, dass er im «Hinterhof» Romneys eine Chance haben könnte.
Strauchelnder Favorit
Favorit Romney war in den letzten Wochen ins Straucheln geraten. Das Partei-Establishment der Republikaner steht zwar grösstenteils hinter ihm, weil er als aussichtsreichster Herausforderer von Präsident Barack Obama im November gilt, allerdings stösst er insbesondere bei der konservativen Basis auf Vorbehalte.
Nach seinem Erfolg im bevölkerungsreichen Florida Ende Januar schien Romney noch klar Kurs auf die Nominierung zu nehmen, verlor dann aber die Vorwahlen in Missouri, Minnesota und Colorado an Santorum.
Der Kraftakt in Michigan nährte nun Zweifel an Romneys Favoritenrolle: Der Politiker ist in Michigan geboren und aufgewachsen, sein Vater war hier ein beliebter Gouverneur. Bei seinem erfolglosen Anlauf auf die republikanische Präsidentschaftskandidatur vor vier Jahren hatte er den Bundesstaat noch mit klarem Vorsprung gewonnen.
Neben der Romney-Skepsis des wertkonservativen Flügels der Republikaner dürfte sich in Michigan auch für Santorum ausgewirkt haben, dass die Abstimmung für alle wahlberechtigten Bürger offen war. In automatisierten Telefonanrufen hatte Santorum an Anhänger der Demokratischen Partei appelliert, sich an dem Urnengang zu beteiligen und für ihn zu stimmen.
Viele Demokraten gingen offenbar auch von sich aus an die Urnen, weil sie Santorum für den leichter zu schlagenden Kandidaten halten. Nachwahlbefragungen ergaben laut US-Medien, dass jeder zehnte Wähler in Michigan eigentlich ein Obama-Anhänger war.
Klarer Fall in Arizona
In Arizona holte Romney, der hier besonders auf die Unterstützung seiner mormonischen Glaubensbrüder zählen konnte, nach Auszählung von 78 Prozent der Stimmen rund 47 Prozent. Santorum erhielt demnach 26 Prozent, Gingrich 16 Prozent und Paul acht Prozent. Damit bekommt Romney alle 29 Delegierten des südwestlichen Bundesstaates zugesprochen.
Eine Vorentscheidung über den republikanischen Herausforderer von Präsident Barack Obama im November könnte nun am 6. März fallen: Am sogenannten Super-Dienstag stimmen zehn Bundesstaaten gleichzeitig ab. (kpn/wid/sda)
Erstellt: 29.02.2012, 07:45 Uhr
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6 Kommentare
Ob Romney, Gingrich oder Obama macht eigentlich keinen Unterschied. Alle verteidigen den Status Quo und stecken mit Wallstreet und dem Military-Industrial Komplex unter einer Decke. Der einzige Kandidat, welche eine Veränderung anstreben würde ist Ron Paul. Leider hat er keine Chance. Antworten
Ein "Glaubensbruder" und ein Erzkatholik versuchen sich gegen den Präsidenten für die anstehenden Wahlen in Stellung zu bringen. Was wie der Anfang eines Witzes klingt, ist heutige amerikanische Realität. Präsident Obama kanns recht sein. Ohne gravierenden Fehler und mit wieder etwas besseren Wirtschaftsdaten wird ihm der Sieg nicht zu nehmen sein. Schon gar nicht von solchen Gegnern. Antworten
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