Sechs Regeln gegen Finanzkrisen

Aktualisiert am 13.03.2010

Der amerikanische Kongress ringt um eine Finanzmarktreform. Lawrence Summers, Top-Berater von US-Präsident Barack Obama, präsentiert nun seine Vorschläge.

Sie wallen der Wallstreet klare Schranken setzen: Barack Obama und Lawrence Summers.

Sie wallen der Wallstreet klare Schranken setzen: Barack Obama und Lawrence Summers.
Bild: Keystone

Zur Regulierung der Finanzmärkte sind nach Ansicht des führenden Wirtschaftsberaters von US-Präsident Barack Obama sechs Leitsätze vonnöten. So sei eine umfassende Aufsicht über alle systemrelevanten Institute notwendig, sagte Lawrence Summers.

Zudem müssten Verfahren bei möglichen Manager-Fehlern zumindest für die grössten Banken festgelegt werden, sagte er am Freitag auf einer Konferenz der Stanford Universität. Die Eigenkapitalforderungen müssten erhöht sowie die Regelungen zur Fremdfinanzierung und Liquidität eines Geldhauses verschärft werden.

Gegen reine Marktlösung

Als weiteren Punkt nannte Summers die Entschädigung der Steuerzahler für geleistete Hilfen. Derivatehandel und Swap-Geschäfte sollten möglichst über die Börse getätigt werden, um mehr Transparenz und Stabilität zu gewährleisten.

Ausserdem sei eine Beschränkung der Geschäfte bei den Banken geboten, die von der Hilfe der Regierung profitiert hätten, erklärte Summers. Es gebe guten Grund zu der Annahme, dass eine reine Lösung des Marktes nichts bringe.

Im US-Kongress wird derzeit um eine Finanzmarktreform gerungen, mit der eine weitere globale Krise wie nach der Lehman-Pleite im September 2008 verhindert werden soll. (vin/sda)

Erstellt: 13.03.2010, 12:42 Uhr

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