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Starjournalist flieht aus Taliban-Gefangenschaft

Aktualisiert am 20.06.2009

David Rohde arbeitet für die «New York Times». Die letzten Monate wird der Pulitzerpreisträger wohl nie vergessen.

Taliban-Geiselhaft überlebt: David Rohde.

Taliban-Geiselhaft überlebt: David Rohde.
Bild: Keystone

Nach sieben Monaten in der Hand von Taliban-Kämpfern in Pakistan ist ihm die Flucht in die Freiheit gelungen. Dies berichtete die Zeitung am Samstag; sie berief sich dabei auf die Ehefrau des Verschleppten.

Über Mauer geklettert

Rohde und ein afghanischer Reporter entkamen demnach aus den Händen der radikalislamischen Taliban im pakistanischen Nord- Waziristan. Sie seien Freitagnacht über die Mauer des Gebäudes geklettert, in dem sie festgehalten wurden.

Anschliessend hätten sie eine pakistanische Patrouille angetroffen, die sie zum nächsten Armeestützpunkt gebracht habe. Von dort seien sie am Samstag zu dem US-Militärstützpunkt Bagram in Afghanistan geflogen worden.

Bei Kabul entführt

Der 41-jährige Rohde und seine afghanischer Kollege Tahir Ludin waren im November ausserhalb von Kabul gemeinsam mit ihrem Fahrer entführt worden. Die Zeitung hatte dies nach eigenen Angaben bisher geheimgehalten, um die Sicherheit der Männer nicht zu gefährden.

Rohde ging es gesundheitlich offenbar gut, sein Kollege habe sich bei der Flucht am Fuss verletzt, hiess es. Der Fahrer sei nicht mit ihnen geflohen.

Berichte aus Srebrenica

Rohde hatte für seine Berichterstattung über das Massaker an bosnischen Muslimen in Srebrenica, damals noch für den «Christian Science Monitor», den Pulitzerpreis gewonnen.

1996 wechselte er zur «New York Times». Im vergangenen Jahr arbeitete er an einem Buch über das Engagement der USA in Afghanistan und wollte ein Interview mit einem Taliban-Kommandanten führen, als er am 10. November verschwand. (cpm/sda)

Erstellt: 20.06.2009, 21:00 Uhr

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