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Steckt dieser Mann hinter dem Terror von Fort Hood und Detroit?

Aktualisiert am 31.12.2009 2 Kommentare

Nach dem vereitelten Flugzeug-Attentat von Detroit rückt ein in den USA geborener, radikal-islamischer Prediger ins Zentrum der Ermittlungen. Auch neue Versäumnisse der Geheimdienste werden bekannt.

Der fanatische Prediger soll dem 23-?jährigen Nigerianer den Sprengstoff gegeben haben.: Anwar al-Awlaki.

Der fanatische Prediger soll dem 23-?jährigen Nigerianer den Sprengstoff gegeben haben.: Anwar al-Awlaki.

Es gebe zunehmend Belege, dass Anwar al-Awlaki in Verbindung mit dem Nigerianer Umar Farouk Abdulmutallab gestanden habe, der das Flugzeug in die Luft sprengen wollte, meldete das «Wall Street Journal». US-Präsident Barack Obama sollte einen Bericht über die im Vorfeld der Tat vorliegenden Geheimdiensterkenntnisse erhalten.

Der im Jemen lebende Al-Awlaki hatte auch Kontakt zu dem Amokläufer auf der US-Militärbasis Fort Hood in Texas. Der muslimische Major Nidal Malik Hasan hatte Anfang November dabei 13 Menschen erschossen.

US-Geheimdienste haben dem Bericht zufolge Al-Awlaki, der bis 2002 in einer Moschee im Norden des US-Bundesstaates Nord-Virginia predigte, bereits seit Jahren im Visier. Die Art und der Umfang des Kontakts zwischen dem Prediger und Abdulmutallab sei allerdings unklar, berichtete die Zeitung weiter.

Unterdessen werden immer mehr Details bekannt, wie US-Geheimdienste verschiedene Informationen im Vorfeld des Anschlages vom ersten Weihnachtstag nicht miteinander in Verbindung gebracht hatten.

Versäumnisse

Laut «New York Times» war es US-Agenten schon lange vor der missglückten Attacke bekannt, dass ein Nigerianer im Jemen auf einen Anschlag vorbereitet werde. Entsprechende Diskussionen von Al-Kaida- Führern im Jemen habe die auf die Kommunikationsüberwachung spezialisierte Agentur NSA schon vor vier Monaten abgefangen.

Allerdings sei es versäumt worden, dies mit anderen Informationen - insbesondere den Warnungen des Vaters des späteren Attentäters - abzugleichen, hiess es. Obama hatte den Sicherheitsbehörden schwere Fehler vorgeworfen.

Die Ergebnisse der NSA-Abhöraktion seien übersetzt und auch innerhalb des Geheimdienstnetzwerks weitergegeben worden, berichtete die «New York Times» weiter.

Experten im Nationalen Anti-Terrorzentrum in Washington hätten die Informationen dann aber nicht mit den Warnungen des Vaters von Abdulmutallab in Verbindung gebracht, der Mitte November in der US- Botschaft in Nigeria vor der Radikalisierung seines Sohnes durch Islamisten gewarnt hatte.

Sein 23-jähriger Sohn hatte am ersten Weihnachtsfeiertag versucht, in einem voll besetzten Airbus der US-Gesellschaft Delta kurz vor der Landung in Detroit einen in seiner Unterhose versteckten Sprengsatz zu zünden, war dabei aber von Passagieren überwältigt worden.

Vorwürfe gegen Anti-Terrorzentrum

In US-Regierungskreisen rückt dem Zeitungsbericht zufolge nun das Nationale Anti-Terrorzentrum ins Zentrum der Kritik. Es war drei Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 zur besseren Auswertung von Terror-Erkenntnissen der verschiedenen US- Geheimdienste geschaffen worden.

Obama hatte den eigenen Behörden eine schwere Rüge erteilt: Es habe im Vorfeld des vereitelten Anschlags verheerende Fehler und Lücken im US-Sicherheitssystem gegeben. Er forderte auch personelle Konsequenzen.

Der US-Geheimdienst CIA wies die Vorwürfe zurück. Ein CIA-Sprecher sagte, der Geheimdienst habe mit anderen Regierungsstellen zusammengearbeitet und die Informationen über den verhinderten Attentäter weitergeleitet.

Die regionale Al-Kaida-Organisation im Jemen hat sich zu dem Attentat bekannt und mit weiteren Terrorakten gedroht. Auch das Weisse Haus geht inzwischen immer mehr von einer «gewissen Verbindung» des Täters zur Al-Kaida aus. (bru/sda)

Erstellt: 31.12.2009, 17:22 Uhr

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2 Kommentare

Rainer Berner

01.01.2010, 02:28 Uhr
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Ein riesiges Land mit einer starken und kostenintensive Armee, die sich täglich selbst auf die Achseln klopf. Und Veteranen, die als Helden gefeiert und verehrt werden. Dabei sind sie doch zumeist Angreifer und Besetzer fremder Länder - gewesen. Da ist der Ursprung zu suchen. Unfähig, den Terror zu besiegen. Ein Krieg zu starten ist leicht, wie dieser beendet werden kann, wissen sie wohl kaum! Antworten


Jules Bonhomme

04.01.2010, 18:55 Uhr
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Die moderate Mehrheit der Muslime weltweit ist gefordert, die Ordnung in ihren Reihen zu wahren und Extremisten aktiv zu bekämpfen. Tun sie es nicht, so gibt es keine Gründe, sich zu beklagen, wenn Andere diese Aufgabe mit aller Härte angehen. Die führenden muslimischen Länder haben bei der Bekämpfung von Terroristen einigen Nachholbedarf. Antworten



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