Ausland

Trump und Sanders gewinnen New Hampshire

Aktualisiert am 10.02.2016

Die Vorwahlen im US-Staat New Hampshire haben die erwarteten Sieger hervorgebracht: Donald Trump bei den Republikanern und Bernie Sanders bei den Demokraten.

1/12 Gestärkt: Donald Trump tritt mit neuem Selbstvertrauen vor seine Anhänger. (9. Februar 2016)
Bild: Joe Raedle/AFP

   

(mlr/rsz/chk/SDA/AFP/AP)

  • Das Wichtigste in Kürze  


    • New Hampshire ist der zweite US-Bundesstaat, in dem die Vorwahlen von Republikanern und Demokraten zur Nominierung ihrer Präsidentschaftskandidaten abgehalten werden.

    • Anders als in Iowa werden die Vorwahlen nicht von den Parteien («Caucus»), sondern von der Regierung des Bundesstaates organisiert («Primary»). Gewählt wird geheim.

    • Abstimmen dürfen nicht nur eingetragene Demokraten und Republikaner, sondern auch «Unabhängige». Diese machen in New Hampshire rund 43 Prozent der Wähler aus, bei den Parteien sind es je etwa 30 Prozent.

    • New Hampshire hat zahlenmässig geringe Bedeutung für die Kandidatenkür, besitzt aber grosse Symbolkraft.

  • Zusammenfassung  

    Aussenseiter gewinnen Vorwahl in New Hampshire

    Der Unmut in den USA über das Establishment in Washington hat sich bei der zweiten Vorwahl im Bundesstaat New Hampshire Bahn gebrochen: Bei den Republikanern siegte der rechtspopulistische Geschäftsmann Donald Trump, bei den Demokraten der linke Senator Bernie Sanders.

    Beide Präsidentschaftsbewerber geben sich als Aussenseiter, die es mit den politischen und wirtschaftlichen Eliten aufnehmen wollen. Unmittelbar nach Schliessung der Wahllokale verkündeten die US-Fernsehsender die Erfolge von Trump und Sanders in dem nordöstlichen Bundesstaat.

    Nach Auszählung von 77 Prozent der Stimmbezirke kam der Senator bei der Vorwahl der Demokraten auf 59,5 Prozent. Die frühere Aussenministerin Hillary Clinton, die den Vorwahlauftakt vor einer Woche in Iowa noch hauchdünn für sich entschieden hatte, lag bei 38,8 Prozent.

    Sanders kommt bei Jungen an

    «Es ist einfach zu spät für die gleiche alte Establishment-Politik und Establishment-Wirtschaft», sagte Sanders in seiner Siegesrede. «Die Leute wollen echte Veränderungen.»



    Der 74-jährige selbsterklärte «demokratische Sozialist» kommt mit seiner Forderung nach einer gerechteren Einkommensverteilung vor allem bei jungen Wählern gut an. Angesichts des Einflusses reicher Wahlkampfspender in den USA will Sanders eine «politische Revolution» erreichen, um die Demokratie wieder in die Hände der Bevölkerung zu legen, wie er sagt.

    Clinton räumte ihre Niederlage ein und sieht ihren Favoritenstatus zunehmend bröckeln. «Ich weiss, ich habe einiges zu tun, vor allem bei jungen Menschen», sagte die ehemalige First Lady und gab sich kämpferisch: «Jetzt werden wir diese Kampagne in das ganze Land tragen. Wir werden um jede Stimme in jedem Bundesstaat kämpfen.»


    34 Prozent für Trump

    Bei den Republikanern holte Trump den Teilergebnissen zufolge gut 34 Prozent. Der Milliardär zeigte in New Hampshire anders als in Iowa, dass er seinen Vorsprung in Umfragen auch in einen Wahlsieg umwandeln kann. «Wow, so schön», sagte er vor Anhänger. «Wir werden Amerika wieder so grossartig machen, vielleicht grossartiger als je zuvor.» Nun werde er auch die nächste Vorwahl in South Carolina gewinnen.


    Überraschend stark schnitt Ohios Gouverneur John Kasich ab, der mit 16,4 Prozent den zweiten Platz erreichte. Kasich präsentiert sich als gemässigter Konservativer, der den Haushalt sanieren und die Gräben zwischen den politischen Lagern in Washington zuschütten möchte. «Heute Nacht hat das Licht die Dunkelheit des negativen Wahlkampfes erhellt», sagte er.


    Um den dritten Platz rangen der erzkonservative Senator Ted Cruz mit 11,5 Prozent und Floridas Ex-Gouverneur Jeb Bush mit 11,2 Prozent. Cruz hatte vor einer Woche die erste Vorwahl gewonnen. Die Wählerschaft in New Hampshire gilt allerdings als weniger konservativ als in Iowa. Vor allem die evangelikalen Christen, unter denen Cruz viele Unterstützer hat, spielen hier eine geringere Rolle.

    Kommt jetzt Bloomberg?

    Der Senator Marco Rubio lag den Teilergebnissen zufolge bei rund zehn Prozent und musste damit einen Rückschlag hinnehmen. «Es ist meine Schuld», sagte Rubio mit Blick auf seine schwache Leistung bei der Fernsehdebatte am Wochenende. In Iowa hatte er mit gut 23 Prozent noch den dritten Platz belegt.

    New Jerseys Gouverneur Chris Christie holte in New Hampshire knapp acht Prozent, die Ex-Managerin Carly Fiorina gut vier Prozent und der frühere Neurochirurg Ben Carson etwa zwei Prozent. Christie erklärte, dass er in seinen Heimatstaat zurückkehren werde, um über eine Fortsetzung seines Wahlkampfes zu entscheiden.

    Eine völlig neue Dynamik könnte das Rennen annehmen, wenn der frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg seine Gedankenspiele über eine unabhängige Kandidatur in die Realität umsetzen sollte. In der «Financial Times» beschwerte sich der Milliardär kürzlich über das «beunruhigend banale» Niveau des Wahlkampfes. (AFP)

  • Kasich erfreut  

    Der republikanische Präsidentschaftsbewerber John Kasich sieht seine positive Kampagne als Schlüssel für sein starkes Abschneiden bei der Vorwahl in New Hampshire. Diese habe über die mit Millionen von Dollar finanzierten Negativ-Attacken der Konkurrenz triumphiert, sagte der Gouverneur von Ohio am Montag vor Anhängern. Das «Licht hat die Dunkelheit (der amerikanischen Politik) überwunden», sagte er.



    Bei der Vorwahl in dem Neuenglandstaat kam Kasich nach Auszählung von 83 Prozent der Stimmen mit rund 16 Prozent hinter Sieger Donald Trump auf Platz zwei.

  • Bush und Rubio zerknirscht  

    Nach seinem schwachen Abschneiden bei der Vorwahl in New Hampshire zeigt sich Marco Rubio selbstkritisch. Er selbst trage die Schuld, räumte der Senator von Florida ein. Er könne gut nachvollziehen, warum er mit Senator Ted Cruz und Floridas Ex-Gouverneur Jeb Bush um den dritten Platz in dem US-Staat ringe.

    Als Grund für seinen Misserfolg nannte Rubio vor allem seine Leistung bei der letzten TV-Debatte vor der Vorwahl. «Ich habe mich am Samstagabend nicht gut geschlagen.»



    Bei der Auftaktvorwahl in Iowa war Rubio noch überraschend hinter Cruz und Donald Trump auf einem starken dritten Platz gelandet.

    Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Jeb Bush denkt trotz seines mässigen Abschneidens in New Hampshire nicht ans Aufgeben. Seine Kampagne sei «nicht tot», erklärte Bush. Zudem hätten die Wähler in New Hampshire das Rennen der Republikaner auf Null «zurückgesetzt». Er freue sich nun auf die nächste Vorwahl in South Carolina, sagte Bush weiter.

    Der Ex-Gouverneur von Florida hatte nach seinem schwachen Abschneiden bei der Auftaktvorwahl in Iowa grosse Hoffnungen in einen Erfolg in New Hampshire gesetzt.

  • Christie überdenkt Kampagne  

    Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Chris Christie will nach seiner Vorwahlschlappe in New Hampshire seine Kampagne auf den Prüfstand stellen. Er werde nun zunächst in seinen Heimatstaat New Jersey gehen, um dort «tief Luft zu holen», sagte Christie vor Anhängern.

    Dort werde er das endgültige Ergebnis von New Hampshire abwarten, Bilanz ziehen und dann eine Entscheidung über das weitere Vorgehen treffen. Dies könne er daheim am besten tun und nicht in einem Hotelzimmer in South Carolina, dem Schauplatz der nächsten Vorwahl.

    Der Gouverneur von New Jersey hatte auf ein starkes Resultat bei der Primary genannten Vorwahl in New Hampshire gesetzt und viel Energie in den Neuenglandstaat investiert: Mehr als 70 Bürgertreffen hatte er dort in den vergangenen Monaten absolviert. Doch Prognosen und Teilergebnissen zufolge lag er deutlich hinter seinen Widersachern Donald Trump, John Kasich, Ted Cruz, Jeb Bush und Marco Rubio.

  • Sanders trifft Bürgerrechtler  

    Nach seinem Erfolg bei der Vorwahl in New Hampshire geht es für den Demokraten Bernie Sanders am Mittwoch zurück in seine Heimatstadt New York: Der 74-Jährige plane in der US-Metropole ein gemeinsames Frühstück mit dem wichtigen Bürgerrechtler Al Sharpton, erfuhr die Nachrichtenagentur AP aus Sanders' Umfeld. Das Treffen soll demnach in dem berühmten Restaurant Sylvia's in Harlem stattfinden.



    Eine öffentliche Ankündigung zu der Zusammenkunft gab es bislang nicht. Sharpton äusserte sich auf Anfrage zunächst nicht dazu.

  • Selbstbewusster Trump  

    Nach seinem Sieg bei der Vorwahl in New Hampshire hat der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump versprochen, die USA zu alter Grösse zurückzuführen. Unter seiner Führung werde das Land «wieder zum Gewinner» werden, erklärte Trump vor frenetischen Anhängern in Manchester.

    Zudem versprach er unzählige Arbeitsplätze. Er werde der «grösste Arbeitsplätze-Präsident sein, den Gott je erschaffen hat.» Zudem werde er bessere Handels-Deals für die USA herausschlagen.

    Als Oberkommandierender werde er aus der Terrormiliz Islamischer Staat «die Hölle herausprügeln». Eine Trump-Regierung werde bedeuten, dass «niemand uns an der Nase herumführen wird», fügte er hinzu.




  • Aussenseiter unterstützten Trump  

    Wählerbefragungen bringen Licht ins Dunkel, welche Republikaner in New Hampshire für den Sieger Donald Trump und den überraschend starken John Kasich gestimmt haben.

    Demnach wurde Trump vor allem von denjenigen unterstützt, die nach einem Aussenseiter Ausschau gehalten haben. Auch Stimmberechtigte, die bereits seit längerem ihre Entscheidung getroffen haben, standen auf der Seite von Trump.



    Kasich schnitt am besten bei denjenigen ab, die einen Präsidentschaftsbewerber mit politischer Erfahrung gesucht haben. Moderate und Gebildete stimmten für ihn ebenso wie Wähler, die sich erst in den vergangenen Tagen entschieden haben.

    Ted Cruz wurde wie bereits bei seinem Sieg in Iowa von Erzkonservativen und Evangelikalen unterstützt. Marco Rubio schlug sich am besten im Feld derjenigen, für die Erfahrung und Wählbarkeit wichtig sind. Wahlberechtigte, die Erfahrung schätzen, fühlten sich auch zu Jeb Bush hingezogen.

  • Clinton: Kampf geht weiter  



    Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton hat sich unbeeindruckt von ihrer Vorwahlschlappe in New Hampshire gezeigt. Sie werde den Kampf um die Nominierung in den Rest der USA tragen, erklärte Clinton vor Anhängern in Hooksett. «Ich liebe New Hampshire immer noch, und das werde ich immer tun», fügte sie hinzu.



  • Sanders' Rede  

    Der demokratische Gewinner der Vorwahlen in New Hampshire, Bernie Sanders, spricht zu seinen Anhänger:





    Derweil gratuliert ihm die Unterlegene:

  • Trump übernimmt Führung  

    Durch seinen Sieg bei den Vorwahlen im US-Staat New Hampshire wird Donald Trump im Rennen um die meisten Delegierten für den Nominierungsparteitag der Republikaner in Führung gehen.

    Eine grosse Führung springt für den exzentrischen Milliardär aber nicht heraus: In dem Neuenglandstaat waren nur 23 Delegierte zu gewinnen. Sie werden proportional nach dem landesweiten Ergebnis vergeben, wodurch Trump mindestens neun gewinnen wird. Insgesamt braucht ein Bewerber bei den Republikanern 1237 Delegierte für dieNominierung.

    Die endgültige Zahl an Wahlmännern in New Hampshire hängt davon ab, wie viele Konkurrenten neben Trump mehr als zehn Prozent erhalten. Nach Auszählung von mehr als einem Viertel der Stimmen lagen sowohl John Kasich und Jeb Bush als auch Ted Cruz und Marco Rubio oberhalb dieses Wertes.

    Vor der Nacht hatte Trump mit einem Delegierten hinter Iowa-Gewinner Cruz gelegen.

  • Sanders sichert sich 13 Wahlmänner  

    Mit seinem Sieg bei der Vorwahl in New Hampshire hat sich Senator Bernie Sanders mindestens 13 Delegierte für den Nominierungsparteitag der Demokraten gesichert. Seine Rivalin Hillary Clinton erhält mindestens sieben von 24 der sogenannten Wahlmänner, die in New Hampshire zu holen waren.

    Über die Grenzen von New Hampshire hinaus hat die frühere Aussenministerin im Ringen um die Delegierten jedoch die Nase vorn. Denn Clinton kann auf mehr Superdelegierte zählen, also jene Parteiführer, die nicht an die Vorwahlergebnisse gebunden sind und bei dem Nominierungsparteitag für einen Kandidaten ihrer Wahl stimmen können.

    Mit den Superdelegierten hat sie aktuell mindestens 392 Wahlmänner, Sanders mindestens 42.

    Für die Nominierung zum Präsidentschaftskandidat sind bei den Demokraten 2382 Delegierte nötig, bei den Republikanern 1237.

  • Sanders stark bei den Frauen  

    Bernie Sanders konnte bei seinem Sieg in New Hampshire vor allem auf unabhängige Wähler und jüngere Stimmberechtigte zählen. Wie aus Befragungen hervorging, stimmte sowohl die Mehrheit der Frauen als auch die der Männer für den 74 Jahre alten demokratischen Präsidentschaftsbewerber. Bei Wählern unter 45 Jahren war Sanders besonders beliebt.

    Rivalin Hillary Clinton vereinte dagegen eine Mehrheit von Wählern hinter sich, die älter als 65 waren. Auch Menschen mit einem jährlichen Einkommen von mehr als 200'000 Dollar votierten für sie.

    Unabhängige machen fast 40 Prozent der Wähler bei der Vorwahl aus. Sanders gewann fast drei Viertel ihrer Stimmen.


  • Trump und Sanders gewinnen  

    Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump und der demokratische Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders haben die Vorwahlen ihrer Parteien im US-Bundesstaat New Hampshire gewonnen.

    Mehrere US-Fernsehsender verkündeten unmittelbar nach Schliessung der Wahllokale den Sieg des rechtspopulistischen Geschäftsmanns und des linken Senators. Umfragen hatten den Erfolg der beiden Bewerber vorausgesagt, die sich gegen die Eliten in Washington positionieren.

    57 Prozent für Sanders

    Sanders setzte sich in dem Bundesstaat im Nordosten der USA gegen die frühere Aussenministerin Hillary Clinton durch, die den Vorwahlauftakt vor einer Woche in Iowa noch hauchdünn für sich entschieden hatte. Nach Auszählung von 16 Prozent der Stimmbezirke kam der Senator auf gut 57 Prozent, Clinton auf knapp 41 Prozent.



    «Wenn wir zusammenstehen, gewinnen wir. Danke, New Hampshire», schrieb Sanders auf dem Onlinedienst Twitter. Die ehemalige First Lady sieht ihren Favoritenstatus derweil zunehmend bröckeln, auch in landesweiten Umfragen kam ihr der Senator zuletzt gefährlich nahe.

    Clinton räumt Niederlage ein

    Clintons Wahlkampfteam räumte die Niederlage ein und richtete den Blick auf die nächsten Vorwahlen in South Carolina und in Nevada. Ausserdem werde im März in einer Reihe von weniger ländlich geprägten Bundesstaaten abgestimmt, die stärker die «Vielfältigkeit» der Demokratischen Partei widerspiegeln. «Die Nominierung wird sehr wahrscheinlich im März gewonnen werden, nicht im Februar», schrieb Clintons Wahlkampfmanager Robby Mook.

    Trump holte nach Auszählung von 16 Prozent der Stimmbezirke rund 34 Prozent. Auf dem zweiten Platz bei den Republikanern lag demnach Ohios Gouverneur John Kasich mit gut 16 Prozent. Um den dritten Platz rangen Floridas Ex-Gouverneur Jeb Bush mit 11,7 Prozent und der erzkonservative Senator Ted Cruz mit 11,5 Prozent.

    Rückschlag für Rubio

    Cruz hatte vor einer Woche die erste Vorwahl gewonnen. Allerdings gilt die Wählerschaft in New Hampshire als gemässigt konservativ. Vor allem die evangelikalen Christen, unter denen Cruz viele Unterstützer hat, spielen hier eine geringere Rolle als in Iowa.

    Der Senator Marco Rubio lag den Teilergebnissen zufolge unter zehn Prozent und musste damit einen Rückschlag hinnehmen. In Iowa hatte Rubio mit gut 23 Prozent noch den dritten Platz belegt.

  • Enttäuschte Wähler  

    Anhänger der Republikaner in New Hampshire sehen die Politiker ihrer Partei weitaus kritischer als die demokratischen Wähler. Dies geht aus einer Umfrage unter Bürgern hervor, die bei der Vorwahl in dem Neuenglandstaat ihre Stimme abgaben.

    Demnach gaben die Hälfte der Republikaner an, sie fühlten sich durch die Politiker ihrer Partei verraten. Diese Auffassung vertraten dagegen weniger als zwei von zehn Demokraten.

    Eine weitere Wahltagsbefragung ergab, dass die Wähler auch mit der Arbeit der Regierung in Washington sehr unzufrieden sind. Die Hälfte der Wähler der Demokraten bekundeten ihre Unzufriedenheit. Ein Zehntel der Befragten erklärten, sie seien wütend. Unter Anhängern der Republikaner war der Wert höher: Neun von zehn Wählern sagten, sie seien entweder unzufrieden oder wütend.



    Die Umfragen wurden im Auftrag der Nachrichtenagentur AP und TV-Sendern von der Marktforschungsfirma Edison Research vorgenommen.

  • Rekordbeteiligung?  

    Noch eben hiess es über die Wahlbeteiligung, sie sei «stark und stabil», CNN spricht nun von möglicher Rekordbeteiligung:




    Mehrere Menschen in sozialen Netzwerken melden zudem, es gebe lange Schlangen vor den Wahllokalen – obwohl diese zum Teil schon bald schliessen.

  • Wahlbeteiligung  

    Ein Offizieller des Staates New Hampshire hat gemäss CNN die Wahlbeteiligung als «stark und stabil» bezeichnet. Zahlen nennt er allerdings keine. Zudem: Die Wahllokale haben noch immer geöffnet.

  • Exit-Polls  

    Gemäss Exit-Polls des amerikanischen Fernsehsenders ABC sind zwei Drittel der demokratischen Wähler für eine Einheitskrankenkasse – also für den Plan, für den sich Bernie Sanders ausgesprochen hat und Hillary Clinton noch kürzlich als «unmöglich» bezeichnet hatte. Ein gutes Zeichen für Sanders?


  • Ben & Jerry sind für Sanders  

    Prominente Wahlempfehlung: Die Firmengründer Ben Cohen und Jerry Greenfield der Eismarke Ben & Jerry sprechen sich für den Demokraten Bernie Sanders aus, man solle wählen gehen, «egal, ob es regnet, schneit oder graupelt».

  • Trump zu Folter  

    Donald Trump machte am Dienstag gegenüber Fox News noch einmal klar, was er von Foltermethoden hält, die unter US-Präsident Barack Obama verboten wurden: «Waterboarding ist gar nichts im Vergleich dazu, anderen Leuten die Köpfe abzuschneiden», sagte er gemäss CNN.

    Auf Twitter kündigt Trump an, was er als US-Präsident sonst noch ändern würde: Er will Obamas Gesundheitsreform rückgängig machen und an der Südgrenze der USA einen Schutzwall bauen, damit keine Drogen mehr ins Land gelangen.




  • Appelle an die Wähler  

    Auf den letzten Metern versuchen die Kandidaten, ihre potenziellen Wähler nochmals zu motivieren.

    Jeb Bush:




    Ted Cruz:



    Donald Trump:



    Marco Rubio:



    Bernie Sanders:



    Hillary Clinton:

  • Panne bei Fox News  

    Ein peinlicher Lapsus ist dem konservativen TV-Sender Fox News unterlaufen: Überstürzt hat Fox aus Versehen falsche Wahlresultate publiziert und Bernie Sanders respektive Donald Trump als Sieger ausgerufen, wie «Mashable.com» berichtet.

    Interessant ist das Zahlenspiel aber allemal:


    • Trump: 28%

    • Rubio: 15%

    • Cruz: 12%



    Ein Achtungserfolg für Kasich: 11% gemäss Fox News!

    Bei den Demokraten sieht Fox News Sanders vorne, allerdings nur mit 53 Prozent – damit würde Sanders hinter seinen Erwartungen zurückbleiben, prophezeit man ihm je nach Poll eindeutigere Siege.

    Der Grund für den Fehler bei Fox: Ein Fehler während «Routinetests».

  • E-Mail-Affäre  

    Ungünstiger Zeitpunkt: Die US-Bundespolizei FBI hat Ermittlungen wegen der E-Mail-Nutzung Hillary Clintons während ihrer Zeit als Aussenministerin bestätigt.

    In einem nun veröffentlichten Brief vom 2. Februar schrieb der FBI-Chefjurist James Baker, dass die Untersuchung «andauert». US-Medien hatten bereits im vergangenen Sommer über die Ermittlungen berichtet. Clinton übergab demnach ihren privaten E-Mail-Server zur Auswertung an die Bundespolizei.

    Clinton hatte im März 2015 zugegeben, als Aussenministerin von 2009 bis 2013 keine dienstliche E-Mail-Adresse verwendet zu haben. Rund 30'000 E-Mails aus dieser Zeit händigte sie an das Aussenministerium aus, die Schriftstücke wurden anschliessend schrittweise veröffentlicht. Gut 30'000 weitere E-Mails, die nach ihren Angaben privater Natur waren, hatte Clinton löschen lassen. Die Affäre schadete in Umfragen Clintons Glaubwürdigkeitswerten.

    Auf Twitter dokumentiert die Kandidatin, wie sie in New Hampshire Klinken putzt.


  • Umfragen  

    Laut der Internetseite realclearpolitics.com kam Donald Trump in letzten Umfragen auf gut 31 Prozent. Der Senator Marco Rubio, den einflussreiche Republikaner zunehmend als letztes Bollwerk gegen Trump und den erzkonservativen Senator Ted Cruz sehen, folgte demnach mit rund 14 Prozent. Bei den Demokraten wurden Bernie Sanders (Foto) gut 54 Prozent und Hillary Clinton gut 41 Prozent vorausgesagt.

  • Trump-Tattoos  

    Der Tätowierer Bob Holmes betreibt in New Hampshire Wahlkampfhilfe der speziellen Art: Der Donald-Trump-Fan sticht seinen Kunden gratis Slogans des Republikaners unter die Haut, berichtet «Spiegel.de».


  • Abstimmung in Dixville  

    Die letzten Wahllokale sollen am Mittwoch um 2 Uhr Schweizer Zeit schliessen. In der Nacht zum Dienstag wurde bereits in dem winzigen Dorf Dixville abgestimmt. Dort votierten alle vier demokratischen Wähler für Bernie Sanders. Unter den Republikanern setzte sich John Kasich (siehe Foto) mit drei von fünf Stimmen durch. Die restlichen beiden erhielt Donald Trump.

  • John Kasich  

    Der Republikaner John Kasich profitiert offenbar von Marco Rubios schlechter Performance bei der Kandidaten-Debatte am Samstag. Die Gruppe seiner Anhänger sei in den vergangenen Tagen gewachsen, heisst es auf «Rare.us».

  • Verbale Attacken  

    Besonders heftig beleidigten sich vor den Vorwahlen Donald Trump und Jeb Bush. Trump nannte Bushs Wahlkampf verzweifelt. Der schrieb auf Twitter, Trump sei nicht nur ein Verlierer, sondern auch ein Lügner und eine Heulsuse.


  • Clinton unter Druck  

    Hillary Clinton gerät wegen mehrerer bezahlter Reden, die sie in der Vergangenheit vor Mitarbeitern von Goldman Sachs gehalten hat, zunehmend unter Druck. Sie habe wie eine Goldman-Sachs-Manager geklungen, zitiert Politico.com einen Anwesenden. Negativ ausgelegt wird ihr zudem, dass sie die Manuskripte der Reden nicht veröffentlicht. Für drei Auftritte für Goldman Sachs kassierte sie zusammen 675'000 Dollar.

    Laut Umfragen liegt Clinton in New Hampshire hinter Bernie Sanders zurück.

  • Donald Trump  

    Donald Trump motiviert seine Wähler mit einfachen Worten:


Erstellt: 09.02.2016, 20:52 Uhr

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