Ausland

USA hinken Russland bei Abrüstung hinterher

Aktualisiert am 03.06.2011

Russland hat nach US-Regierungsangaben bereits seit Monaten die Bedingungen des neuen START- Abrüstungsvertrags erfüllt. Die USA verfügen zur Zeit über deutlich mehr atomare Sprengköpfe.

Die USA müssen laut Vertrag noch abrüsten: Montage eines atomaren Sprengsatzes auf eine Minuteman III Interkontinentalrakete in einem Silo in Scottsbluff, Nebraska. (15. April 1997)

Die USA müssen laut Vertrag noch abrüsten: Montage eines atomaren Sprengsatzes auf eine Minuteman III Interkontinentalrakete in einem Silo in Scottsbluff, Nebraska. (15. April 1997)
Bild: Keystone

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Schon beim Inkrafttreten des Abkommens am 5. Februar 2011 habe Russland die vereinbarten Vorgaben erfüllt, heisst es in einem Bericht des US-Aussenministeriums. Die Vereinigten Staaten dagegen verfügten am Stichtag über knapp ein Viertel mehr einsatzfähige Atomsprengköpfe und Trägersysteme als Russland.

Washington besass am 5. Februar 1800 einsatzfähige Atomsprengköpfe, Russland 1537. Bei den Trägersystemen, zu denen Langstreckenraketen, U-Boot-gestützte Raketen und Kampfflugzeuge gehören, waren es auf US-Seite mit etwa 880 Stück gut 350 mehr als auf russischer Seite.

Das START-Abkommen begrenzt die Zahl der einsatzfähigen Atomsprengköpfe von bisher 2200 auf 1550 Stück pro Seite. Zugleich darf jedes Land nur noch über 700 Trägersysteme verfügen. Russland könnte in sein Arsenal theoretisch noch weitere 13 Sprengköpfe und rund 180 Trägersysteme aufnehmen. Die USA dagegen müssen noch weiter abrüsten, um den START-Vertrag zu erfüllen. (rub/sda)

Erstellt: 03.06.2011, 00:00 Uhr

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