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Amerikanischer Senat verabschiedet Tabak-Gesetz

Aktualisiert am 11.06.2009

Die Kammer hat einen Entwurf gutgeheissen, der strenge Regeln für die Inhalte von Zigaretten schafft. Die Anti-Rauch-Lobby feiert das als historische Wende.

Soll der staatlichen Kontrolle unterworfen werden: Zigarettenrauch.

Soll der staatlichen Kontrolle unterworfen werden: Zigarettenrauch. (Bild: Keystone)

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Mit einem Stimmenverhältnis von drei zu eins haben die amerikanischen Senatoren am Mittwoch den Gesetzesentwurf gutgeheissen. Er ermächtigt den Staat, genauer die Food and Drug Administration FDA, Tabakprodukte einer scharfen Kontrolle zu unterstellen.

Der neue Gesetzesartikel erlaubt des der FDA, genaue Messwerte für die Chemikalien – insbesondere für den Nikotingehalt – und Geschmacksstoffe in Zigaretten festzulegen. Möglich wäre auch ein Verbot von Menthol, das als Lockstoff für junge Rauch-Einsteiger gilt. Auch die Werbung für Tabakprodukte könnte das FDA stark einschränken – so würden farbige Anzeigen wohl mit Schwarz-weiss-Texten ersetzt, wie die «New York Times» schreibt. Ausserdem müssten Bezeichnungen wie «light», wie bereits in Europa, von den Packungen verschwinden.

«Endlich können die Behörden die nötigen Massnahmen ergreifen, um unsere Bevölkerung vor dem tödlichsten aller Produkte zu schützen», freute sich der demokratische Senator Edward Kennedy nach der Abstimmung. Und die Anti-Rauch-Lobby jubilierte: «Das ist kein Schritt für ein oder zwei Jahre, sondern etwas, das wirklich einen langfristigen Unterschied macht», wird der Lobbyist Matthew Myers in der «NYT» zitiert. Die Rauchkritiker halten den Schritt einstimmig für «lange überfällig». In den meisten europäischen Ländern bestehen entsprechende Verordnungen bereits.

(oku)

Erstellt: 11.06.2009, 22:05 Uhr

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