Ausland

Viren befallen wichtigste Tötungsmaschine der USA

Aktualisiert am 08.10.2011 18 Kommentare

Die Drohne ist zurzeit die wichtigste Waffe der USA im Kampf gegen den Terror. Doch nun sehen sich die Drohnenlenker im Kontrollzentrum in Nevada mit einem mysteriösen Virus konfrontiert.

Die Steuerung der Drohnen ist zurzeit zumindest beeinträchtigt: Mitarbeiter der Creech-Luftwaffenbasis in Nevada beim Test einer Drohne. (Archivbild)

Die Steuerung der Drohnen ist zurzeit zumindest beeinträchtigt: Mitarbeiter der Creech-Luftwaffenbasis in Nevada beim Test einer Drohne. (Archivbild)
Bild: Keystone

Iran kann nach eigenen Angaben Drohnen aufspüren

Der Iran ist nach Angaben eines Generals neuerdings in der Lage, mit Hilfe von Radar unbemannte Drohnen in seinem Luftraum aufzuspüren. Sie könnten demnach nun abgeschossen werden, sagte General Farsad Esmaeili am Samstag in einem Interview der amtlichen Nachrichtenagentur IRNA. Esmaeili ist Kommandeur des Flugabwehr-Hauptquartiers Chatam ol Anbia. Im Januar hatte der Iran erklärt, zwei unbemannte US-Spionageflugzeuge abgeschossen zu haben, die seinen Luftraum verletzt hätten. Die US-Streitkräfte erklärten, sie hätten keine Kenntnis von einem solchen Vorfall. (dapd)

Artikel zum Thema

Unweit von Las Vegas werden die Befehle erteilt: Luftwaffenbasis in der Wüste von Nevada.

Stichworte

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Ein rätselhafter Computervirus hat Medienberichten zufolge unbemannte Flugkörper befallen, die von den USA im Antiterrorkampf eingesetzt werden. Das Virus soll die Cockpits der ferngesteuerten «Predator»- und «Reaper»-Drohnen infiziert haben.

Das schreibt der Internet-Blog «Danger Room» des Computermagazins «Wired» am Freitag (Ortszeit). Mit diesen Drohnen fliegt der US- Geheimdienst CIA etwa Einsätze in Afghanistan, Pakistan oder dem Jemen.

Betroffen seien die Computersysteme der Creech-Luftwaffenbasis im Bundesstaat Nevada, berichtete auch der TV-Sender MSNBC. Laut «Wired» gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass wegen des vor zwei Wochen entdeckten Virus geheime Informationen verloren oder nach draussen gelangt seien.

Es sei aber nicht auszuschliessen, dass vertrauliche Daten über das öffentliche Internet verbreitet worden sein könnten. Die vom Stützpunkt in Creech gesteuerten Drohnen-Einsätze in Übersee gingen dennoch weiter.

Bericht übertrieben?

Ein ranghoher Offizier der US-Luftwaffe wies den «Wired»-Bericht im Sender Fox News als «masslos übertrieben» zurück. «Die Flugzeuge waren nie in Gefahr, verrückt zu spielen.» Der Virus habe die Einsätze in keiner Weise beeinträchtigt. Die Computernetze der Air Force seien gut geschützt. Der Virus gelangte demnach bei der Übertragung von Daten über externe Festplatten in das System.

«Wir versuchen den Virus auszuschalten, aber er kommt immer wieder zurück», zitierte der «Wired»-Blog einen Informanten. Offiziell haben weder das Pentagon noch die US-Luftwaffe die Berichte bislang kommentiert.

Die ferngesteuerten Drohnen spielen in den Kriegen der USA eine immer grössere Rolle, um etwa Terrorverdächtige zu attackieren oder Aufklärungsflüge zu machen. So war Ende September der gesuchte Al- Kaida-Prediger Anwar al-Awlaki im Jemen von einer Kampfdrohne getötet worden.

Berichte über Sicherheitsprobleme mit den unbemannten Flugkörpern hat es schon früher gegeben. So hiess es im Dezember 2009, Aufständische im Irak hätten Video-Systeme von US-Drohnen angezapft. Die Hacker hätten die hochtechnologischen Waffen mit Hilfe einer Billigsoftware überlistet, die über das Internet bezogen werden könne.

(mrs/sda)

Erstellt: 08.10.2011, 15:46 Uhr

18

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

18 Kommentare

Armin Gysel

08.10.2011, 16:36 Uhr
Melden 50 Empfehlung

Nicht nur Terrorverdächtige werden von solchen Drohnen aus massakriert sondern es trifft auch jede Menge unbeteiligter Zivilisten, so u.a. auch Frauen und Kinder. Für mich ist dies Staatsterrorismus der üblesten Sorte und mit nichts entschuldbar. Antworten


heinz fritschi

08.10.2011, 16:11 Uhr
Melden 41 Empfehlung

Darf man schadenfreudig lachen? Die Opfer dieser tödlichen Spielzeuge sind nicht an einem Virus gestorben, sondern an der kaltblütigen Brutalität der Invasoren. Antworten



Ausland

Populär auf Facebook Privatsphäre


Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.