Ausland
«Wer die USA kritisierte, kann jetzt nicht nur herumstehen»
Aktualisiert am 23.09.2009 6 Kommentare
Eine neue Ära der Zusammenarbeit müsse beginnen, sagte Barack Obama am Mittwoch in seiner mit Spannung erwarteten ersten Rede vor der Uno-Vollversammlung in New York. «Diejenigen, die früher Amerika für Alleingänge gerügt haben, können nun nicht einfach nur herumstehen und darauf warten, dass Amerika die Probleme der Welt alleine löst», sagte der US-Präsident.
Um eine friedliche und prosperierende Zukunft zu sichern, seien vier Voraussetzungen notwendig, erklärte Obama: die nukleare Abrüstung, die Förderung von Frieden und Sicherheit, die Rettung der Erde und die Sicherung einer Weltwirtschaft, die allen Menschen eine Chance biete. Diese vier Säulen müssten «die Leitlinien der internationalen Zusammenarbeit» sein.
Obama räumte zugleich an, dass die US-Politik der vergangenen Jahre teils zu Recht kritisiert worden sei. Die Staats- und Regierungschefs dürften sich aber nicht über Unterschiede zu anderen definieren, sondern über Gemeinsamkeiten. In der Vergangenheit seien die Vereinten Nationen oft ein Forum der Zwietracht und nicht der Gemeinsamkeit gewesen.
Neues Kapitel der Zusammenarbeit
Die USA seien bereit, ein neues Kapitel der internationalen Zusammenarbeit aufzuschlagen, sagte Obama. Dabei sollten die Rechte und Pflichten aller Staaten anerkannt werden. Obama erhielt für seine Rede wohlwollenden Applaus, jedoch keine stehenden Ovationen. Auch der libysche Staatschef Moammar Qadhafi spendete Beifall, der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad hingegen nicht.
Mit Blick auf den Nahost-Konflikt erklärte der US-Präsident, es sei an der Zeit für neue Friedensverhandlungen ohne Vorbedingungen. Ziel seien «zwei Staaten, die Seite an Seite in Frieden und Sicherheit» existieren könnten. Nordkorea und den Iran rief er auf, im Sinne der Weltsicherheit ihre Atomwaffenprogramme aufzugeben. Ansonsten müssten beide Staaten zur Verantwortung gezogen werden.
Kampf gegen Armut und Atomwaffen
Auch Uno-Generalsekretär Ban Ki-moon rief zuvor die internationale Gemeinschaft zu einem gemeinsamen Kampf gegen Armut und Atomwaffen auf. Ausserdem sollten die Staaten ihre Differenzen bei der Klimapolitik überwinden und sich möglichst rasch auf gemeinsame Anstrengungen zum Klimaschutz einigen. Angesichts der zahlreichen aktuellen Krisen erwarte die Welt von den Vereinten Nationen eine Antwort, sagte zur Eröffnung der Uno-Vollversammlung. An der Tagung in New York nahmen mehr als 120 Staats- und Regierungschefs teil.
Sarkozy greift geldgierige Banker an
Am Vorabend des Gipfeltreffens der G-20 in Pittsburgh hat der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy eine grundlegende Neuordnung des internationalen Finanzsystems gefordert. Zugleich kritisierte er in New York in scharfer Form jene Bankmanager, die mit ihrer Geldgier die Welt an den Rand einer Katastrophe geführt hätten. Er warf ihnen vor, so weiterzumachen wie bisher. Die Gefahren der schlimmsten Krise seien noch nicht vorbei, sondern lägen noch vor uns warnte Sarkozy. (vin/ap/sda)
Erstellt: 23.09.2009, 22:22 Uhr
Kommentar schreiben
6 Kommentare
Und wir sind auch nicht umhergestanden. Intelligente und progressive Kräfte in den USA ware auf der Strasse im Vorfeld des Iraq-Krieges. Und auch jetzt gibt es noch eine Oppposition zur Art und Weise wie der afghanische Krieg geführt wird. Mit viel Waffenkraft, wenig Intelligenz und noch weniger Betonung auf friedliche Projekte zur Aufbau der Infrastrukur, Gesundheitvorsorge und Opiumalternativen Antworten
Dear Mister President, kann man ihrem US Regime wirklich trauen und folgen? Sind nicht sie es, welcher für mehr Truppen in Afghanistan plädiert? Was hat die USA in souveränen Staaten wie Afghanistan oder Irak verloren? Weshalb sollte Iran keine Nuklearwaffen haben, die USA aber schon? Weshalb sind sie vor Qadhafis Rede aus dem Saal gegangen, ist das respektvoll?? Yours RS. Antworten
Ausland
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!





