«Wollen Sie an der Seite von Terroristen stehen?»

Aktualisiert am 24.09.2009

In seiner Uno-Rede reagierte Israels Premier Benjamin Netanyahu auf den antisemitischen Auftritt des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinejad.

Die Vergangenheit darf sich nicht wiederholen: Benjamin Netanyahu argumentiert mit einem Dokument der Nazis zur Judenvernichtung.

Die Vergangenheit darf sich nicht wiederholen: Benjamin Netanyahu argumentiert mit einem Dokument der Nazis zur Judenvernichtung.
Bild: Reuters

Nach der Rede des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinejad vor der Uno-Vollversammlung in New York hat der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu den Vereinten Nationen mangelnde Unterstützung vorgeworfen. «Wollen Sie an der Seite Israels stehen oder an der Seite von Terroristen?», rief Netanyahu am Donnerstag in New York den 192 Uno-Mitgliedsländern zu. Sein Land werde seit Jahren von terroristischen Palästinensern aus dem Gazastreifen mit Raketen angegriffen, dennoch habe es bisher keine einzige Resolution des Sicherheitsrats dagegen gegeben, kritisierte Netanyahu.

Die antisemitischen Äusserungen Ahmadinedjads vom Mittwochabend wies der Ministerpräsident in scharfer Form zurück. Wer die Rede nicht boykottiert habe, habe einem Mann das Podium überlassen, der den Tod von sechs Millionen Juden während des Holocaust leugne. «Haben Sie keine Scham? Haben Sie keinen Anstand?», fragte er. Zahlreiche Länder, darunter die USA, Deutschland, Frankreich und Grossbritannien hatten den Saal aus Protest verlassen. Die Schweizer Delegation blieb sitzen.

«Unmenschlich und rassistisch»

Ahmadinedjad hatte Israel in seiner Rede am Mittwochabend scharf kritisiert. Er bezeichnete die israelische Politik gegenüber den Palästinensern als «unmenschlich» und «rassistisch». Mit Blick auf die Lage im Gazastreifen sagte er: «Wie kann es sein [...], dass unterdrückte Männer und Frauen, die Opfer eines Völkermords und strikter wirtschaftlicher Blockade sind, Grundbedürfnisse wie Essen, Wasser und Medikamente verweigert bekommen?» (vin/sda)

Erstellt: 24.09.2009, 21:10 Uhr

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