«Beziehungsstatus: Es ist kompliziert»

Die Medien sind sich einig: Aus Donald Trump und Angela Merkel werden wohl nie beste Freunde. Die Stimmen zum Besuch der Bundeskanzlerin in Washington.

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Die Begrüssung für die Besucherin aus Berlin fällt unterkühlt aus. Vor den laufenden Kameras im Oval Office wendet sich Angela Merkel mehrfach Donald Trump zu, um ein Gespräch anzuknüpfen – doch der US-Präsident blickt mit düsterer Miene geradeaus. Für einen kurzen Moment verzieht die Kanzlerin konsterniert das Gesicht. «Muss halt», heisst es in einem Kommentar des «Spiegels» zu Merkels Besuch.

Die Szene zum Auftakt illustriert, wie schwierig sich für Merkel ihre erste persönliche Begegnung mit dem neuen US-Präsidenten gestaltet. «Trump und Merkel können ihre fundamentalen Differenzen nicht verstecken», schreibt dazu der «Guardian». Der «Stern» drückt es so aus: «Beziehungsstatus: Es ist kompliziert.»

«Erst verkrampft, dann versöhnlich»

Das «Handelsblatt» sieht «schwere Zeiten» bevor. Das Risiko eines Wirtschaftskonflikts sei nicht gebannt. «Von persönlicher Sympathie ist nichts zu spüren.» Die Überschrift des Artikels lautet dann auch: «Fremdeln unter Freunden.» Etwas zurückhaltender ist die «Frankfurter Allgemeine». «Erst verkrampft, dann versöhnlich – aber völlig verschieden», heisst es da im Titel.

Und wie hat Merkel den Besuch empfunden? Die Bundeskanzlerin sprach in ihrem Eingangsstatement von einem «freundschaftlichen» und «warmherzigen» Empfang im Weissen Haus und einem «sehr guten, offenen ersten Austausch». Dennoch sind sich die deutschen Medien einig: Die grosse Polit-Freundschaft wird das nicht.

(woz)

Erstellt: 18.03.2017, 10:32 Uhr

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