Ausland

20'000 Rothemden rollen durch Bangkok

Die Regierungsgegner in Thailand haben eine neue Massendemonstration in Bangkok gestartet. Mit Kleinlastern, Bussen, Autos und Motorrädern zogen nach Polizeiangaben am Samstag rund 20'000 Menschen durch die Hauptstadt.

«Klassenkrieg» gegen die Regierung: 20'000 Demonstranten ziehen durch Bangkok.

«Klassenkrieg» gegen die Regierung: 20'000 Demonstranten ziehen durch Bangkok.
Bild: Keystone

Entlang der 45 Kilometer langen Strecke versuchten die tanzenden und Fahnen schwenkenden Rothemden, die Anwohner zum Mitlaufen zu animieren. Einer ihrer Anführer, Veera Musikapong, forderte die Menschen in einer kurzen Ansprache auf, sich den «armen Bauern» anzuschliessen, «um die von der Elite unterstützte Regierung zu stürzen».

Die Proteste werden vor allem von der armen Landbevölkerung aus dem Norden Thailands getragen. Die Demonstranten sind Anhänger des gestürzten thailändischen Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra. Er war im August 2008 ins Ausland geflüchtet, um einer Haftstrafe wegen Korruption und Amtsmissbrauchs zu entgehen.

Thaksin weiter sehr beliebt

Bei vielen Menschen aus dem ärmlichen Norden ist Thaksin aber weiter sehr beliebt. Sie harren bereits seit dem vergangenen Wochenende in Thailand aus, am Sonntag waren dort rund 100'000 Menschen auf die Strasse gegangen.

Die Forderungen der Thaksin-Anhänger nach vorgezogenen Neuwahlen wies die Regierung in Bangkok mehrfach zurück. Am Freitag lehnten die Regierungsgegner ein Gesprächsangebot von Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva ab. (bru/sda/)

Erstellt: 20.03.2010, 11:47 Uhr

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