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900 Blindgänger entdeckt

Unter einem Restaurant in der japanischen Präfektur Okinawa lagen mehr als 900 Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg.

Bauarbeiter in der Stadt Itoman fanden am Mittwoch mehrere nicht explodierte Bomben mithilfe von Metalldetektoren und benachrichtigten die Polizei, wie ein Polizeivertreter am Donnerstag mitteilte. Ein Bombenentschärfungstrupp der Armee stöberte demnach alle 902 Blindgänger auf. Die Bomben stammen vermutlich aus den USA.

Da es im südjapanischen Okinawa zahlreiche Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gibt, benutzen Bauarbeiter stets Metalldetektoren, bevor sie Grabungsarbeiten beginnen. Die Region war am Ende des Zweiten Weltkriegs Schauplatz der Pazifikschlacht zwischen den USA und Japan.

Schätzungen zufolge blieben 10'000 Tonnen nicht explodierte Munition liegen. Bisher wurden davon etwa 6000 Tonnen entschärft. Auch in anderen Gegenden Japans, darunter in der dicht besiedelten Hauptstadt Tokio, werden regelmässig Blindgänger gefunden. Nur selten kommt es jedoch zu Explosionen mit Verletzten. (sam/afp/)

Erstellt: 15.07.2010, 12:45 Uhr

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