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AKW Fukushima: Abbau dauert 40 Jahre
Aktualisiert am 21.12.2011 23 Kommentare
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Als nächster Schritt im Zuge der Aufräumarbeiten nach dem Unglück vom 11. März sei nun die Entfernung von Brennmaterial aus der Anlage geplant, teilte die Regierung mit. Dies solle innerhalb der nächsten zwei Jahre über die Bühne gehen.
Danach soll nach Regierungsplänen mit der Bergung des in den Abklingbecken des Meilers lagernden ausgedienten Brennmaterials begonnen werden. Allein dieser Vorgang werde mehrere Jahre dauern, weil die Kühlsysteme und die Becken neu instand gesetzt werden müssten.
Die Bergung des nach der Katastrophe vom März geschmolzenen Atommaterials in den Reaktoren eins bis drei soll in rund zehn Jahren begonnen und binnen weiterer mehr als 20 Jahre abgeschlossen werden, sagte Hosono. Hierfür seien neue technische Anlagen nötig.
Kalte Abschaltung erreicht
Die Arbeiten sollten erfolgen, ohne dass sich «neue Risiken» für die Bevölkerung ergäben, sagte der Minister. Etwa 80'000 Menschen mussten wegen der hohen Strahlenbelastung ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Die ersten von ihnen können im Frühjahr wieder zurückkehren.
Die Regierung hatte vor kurzem erklärt, im Kraftwerk sei mittlerweile der Zustand der sogenannten kalten Abschaltung erreicht. Damit können die Aufräumarbeiten in eine neue Phase eintreten. Das schwere Unglück in Fukushima hatte sich am 11. März als Folge eines starken Erdbebens und eines anschliessenden Tsunamis ereignet.
Verstaatlichung von Tepco in Planung
Die japanische Regierung plant ausserdem einem Zeitungsbericht zufolge die Übernahme von mehr als zwei Dritteln der Anteile des Energieunternehmens Tokyo Electric Power. Das würde faktisch eine Verstaatlichung des Betreibers des Atomkraftwerkes Fukushima bedeuten. Die Zeitung «Yomiuri» berichtete am Mittwoch weiter, der Staat wolle eine Billion Yen (umgerechnet fast zwölf Milliarden Franken) in das Unternehmen einbringen. Ausserdem würden Banken gebeten, dieselbe Summe an Krediten zur Verfügung zu stellen.
Das Blatt berief sich dabei auf Personen, die mit der Angelegenheit vertraut seien. Eine Tepco-Sprecherin sagte, der Bericht entspreche nicht den Tatsachen. Der Zeitung zufolge sollen die konkreten Verhandlungen im nächsten Jahr beginnen und bis März abgeschlossen sein. Eine Verstaatlichung des Unternehmens war seit dem Unglück im Atomkraftwerk Fukushima immer wieder im Gespräch gewesen. Tepco sieht sich mit hohen Entschädigungszahlungen und Kosten für die Dekontaminierung verstrahlter Gebiete konfrontiert. (jak/sda)
Erstellt: 21.12.2011, 10:48 Uhr
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23 Kommentare
Alle Befürworter der Atomenrgie sollen sich überlegen was diese Katastrophe für Langzeitwirkungen hat. Das Argument Atomstrom sei billig und sicher hat wohl ausgedient. Wenn man die Kosten zur Beseitung der Schäden berücksichtigt ist das wohl die teuerste Art der Stromerzeugung überhaupt. Unabhängig von der politischen Gesinnung, es ist an der Zeit alternative Energieerzeugung massiv zu fördern. Antworten
Wenn es nicht mehr rentiert wird verstaatlicht… Das scheint - wie hierzulande die UBS - das Rezept, der Casino-Kapitalisten, bald überall auf der westlichen Welt zu sein. Zuerst den Staat aushungern ($VP und Teaparty (USA) Lieblingsidee: Steuersenkung für Reiche) um dann mit dem Geld des kleinen Bürgers die Geldschleudern, wie kaputte Atomkraftwerke und Banken zu sanieren… Denke! Antworten
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