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Ahmadinejad erklärt Iran zum «Atomstaat» – Schüsse auf Regierungsgegner

Aktualisiert am 11.02.2010 7 Kommentare

Dem Iran ist es nach Angaben von Präsident Ahmadinejad gelungen, Uran auf 20 Prozent anzureichern. Anlässlich des 31. Jahrestages der Islamischen Revolution sind in Teheran heftige Proteste im Gang. Die Polizei greift hart durch.

1/3 Angespannte Stimmung
Zehntausende bewegen sich Richtung Platz der Freiheit, wo Mahmoud Ahmadinejad eine Rede hält (iranische TV-Bilder).
Bild: Keystone

Ahmadinejad erklärt Iran zum «Atomstaat»

   

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Quelle: Reuters.

Nach der ersten Produktion von hoch angereichertem Uran hat sich der Iran zum «Atomstaat» erklärt. Jetzt seien «dank der Gnade Gottes» die ersten Chargen auf 20 Prozent angereichert worden und an die Wissenschafter des Landes übergeben worden, sagte Staatschef Mahmoud Ahmadinejad nach einer Übersetzung des US-Senders CNN bei einer Rede zum 31. Jahrestag der Islamischen Revolution. Über die Menge des 20-prozentigen Urans äusserte sich Ahmadinejad nicht. Vor zwei Tagen habe man mit der Anreicherung begonnen.

Teheran hätte auch angereichertes Uran gekauft, doch dies sei vom Westen abgelehnt worden, nun habe der Iran selbst mit der Produktion von höher angereichertem Uran begonnen, das er für seien medizinischen Forschungsreaktor brauche.

Schüsse auf Demonstranten

«Sicherheitskräfte haben im Stadtzentrum von Teheran das Feuer auf Demonstranten eröffnet und setzen Tränengas ein», berichtete die Internetseite «Green Voice» unter Berufung auf Augenzeugen. Bei den Demonstranten, auf die geschossen worden sei, handle es sich um Anhänger des Oppositionsführers Mir Hussein Moussavi.

Den Oppositionsangaben zufolge wurden die Autos des reformorientierten früheren iranischen Präsidenten Mohammed Chatami und des Oppositionspolitikers Mehdi Karrubi von den berüchtigten regimetreuen Basidsch-Milizen angegriffen. Die Politiker blieben aber unverletzt, wie es hiess.

Chatamis Bruder verhaftet

Allerdings seien der Bruder des ehemaligen Präsidenten, Mohammed- Resa Chatami, und dessen Frau Sahra Eschraki bei den Protesten festgenommen worden.

Die internationale Presse durfte zwar über die Ansprache Ahmadinejads auf dem Friedensplatz in Teheran berichten, sich aber kein eigenes Bild von den Demonstrationen der Regimegegner machen. Zudem funktionierte das Internet nur begrenzt, auch konnten kaum SMS verschickt oder Telefonate mit dem Handy geführt werden. (bru/ddp/sda)

Erstellt: 11.02.2010, 11:36 Uhr

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7 Kommentare

rolf kienast

11.02.2010, 18:40 Uhr
Melden

Wenn man die grossen Worte vom Präsident dort hört ,muss es schon ganz zackig zugehen mit den Fortschritten in der Technik. Ist mir schleierhaft denn die Iraner sind auch imOrient und es wird noch weniger heiss gegessen als gekocht. Alles lâuft diszipliniert ? Undenkbar ! Das meiste dürfte Wunschdenken sein. Antworten


Markus F. Baumgartner

11.02.2010, 11:02 Uhr
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Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht. Das mussten die Iraker schon erfahren ! Antworten



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