Ausland

Ahmadinejad macht einen Rückzieher

Endlich, dachten viele Beobachter, als der iranische Präsident die Uran-Anreicherung ins Ausland zu vergeben versprach. Daraus wird aber nun nichts.

Führt den Westen an der Nase herum: Irans Präsident Mahomud Ahmadinejad.

Führt den Westen an der Nase herum: Irans Präsident Mahomud Ahmadinejad.
Bild: Keystone

Der iranische Präsident Mahomud Ahmadinejad hat entschieden, dass sein Land niedrig angereichertes Uran selber auf 20 Prozent bringt. Das teilte Ahmadinejad am Sonntag in einer Ansprache mit, die vom Staatsfernsehen live übertragen wurde. Er habe Ali-Akbar Salehi, den Direktor der iranischen Atomenergie-Organisation, angewiesen, mit der Produktion zu beginnen, sagte Ahmadinejad.

Noch vor wenigen Tagen hatte der iranische Staatschef angedeutet, im Atomstreit einzulenken und einen Vertrag zum Uran-Austausch mit den Nuklearmächten abzuschliessen.

In Frankreich und Russland

Der Westen drängt den Iran seit Monaten, einem Vorschlag zur Urananreicherung in Frankreich und Russland anzunehmen. Demnach sollte niedrig angereichertes Uran (3,5 Prozent) aus dem Iran im Ausland auf 20 Prozent gebracht werden, um dann als Brennstoff für einen Forschungsreaktor in Teheran genutzt zu werden.

Die internationale Gemeinschaft verdächtigt den Iran, heimlich am Bau der Atombombe zu arbeiten. Die Führung in Teheran hat das stets zurückgewiesen. (cpm/sda/)

Erstellt: 07.02.2010, 09:26 Uhr

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