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Atom-Behörde: Iran könnte an Atomwaffe bauen
Aktualisiert am 18.02.2010 2 Kommentare
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Im Report zeigte sich die IAEA besorgt über ihr vorliegende Informationen, wonach das islamische Land bereits an einem Atomwaffensprengkopf bauen könnte.
Yukiya Amano, der neue Generaldirektor der Behörde, sprach von «in sich schlüssigen und glaubhaften» Informationen zu möglichen Aktivitäten, die im Zusammenhang mit A-Waffen stehen könnten.
«Insgesamt lässt dies Besorgnis aufkommen über die mögliche Existenz von früheren oder derzeitigen Aktivitäten, die mit der Entwicklung einer nuklearen Sprengladung für eine Rakete in Zusammenhang stehen und die geheim gehalten wurden», schreibt Amano.
Neuer Tonfall in Wien
Der Bericht listet eine Reihe von Aktivitäten auf, die «anscheinend auch nach 2004 fortgesetzt wurden». Dazu zählen Arbeiten an nuklearen Sprengstoffen, die für militärische Zwecke genutzt werden könnten. Es ist das erste Mal, dass die in Wien ansässige Behörde in einem Bericht so konkret von einer Bedrohung durch Atomwaffen durch den Iran spricht.
Angesichts der potenziellen militärischen Dimensionen seines Atomprogramms müsse die Regierung in Teheran unverzüglich mit der IAEA zusammenarbeiten, wird im Bericht gefordert. Teheran hat stets beteuert, mit seinem Atomprogramm nur friedliche Zwecke zu verfolgen.
Nach dem Scheitern eines Atomdeals mit der IAEA und den Weltmächten hatte das Land in der vergangenen Woche mit einer höheren Urananreicherung auf 20 Prozent begonnen. Dies wurde von der Internationalen Gemeinschaft als Provokation gewertet, neue Sanktionen wurden ins Spiel gebracht.
Iran liefert Beweise
Der IAEA-Report berichtet auch, dass iranische Ingenieure Beweise dafür erbracht hätten, dass die Anreicherung auf 20 Prozent auch tatsächlich betrieben wird. Das Land habe Messergebnisse vorgelegt, aus denen hervorgehe, dass in der Atomanlage in Natans bereits zwischen dem 9. und 11. Februar ein Anreicherungsgrad von bis zu 19,8 Prozent erreicht worden sei, hiess es.
Die Zentrifugen wurden Anfang vergangener Woche in Betrieb genommen, bevor Inpektoren der Atomenergiebehörde in Natans eintrafen. Die IAEA bemängelte, ihre Inspektoren seien zu spät informiert worden und deshalb erst eingetroffen, als die Anreicherung bereits begonnen habe.
Der Iran will das angereicherte Uran nach eigenen Angaben für einen medizinischen Forschungsreaktor verwenden. Angereichertes Uran wird für zivile Zwecke gebraucht, beispielsweise für den Betrieb von AKW. Für eine Atombombe müsste das Uran auf über 80 Prozent angereichert werden.
Die UNO-Vetomächte plus Deutschland hatten bereits vor Monaten in einem Kompromissvorschlag an den Iran grundsätzlich eine Anreicherung für die zivile Nutzung auf 20 Prozent gebilligt, aber gefordert, dass dies in Frankreich und Russland geschehen soll. Teheran hat diesem Vorschlag trotz mehrmaliger Aufforderungen bisher nicht zugestimmt oder Bedingungen gestellt, die für die Gegenseite nicht annehmbar waren. (bru/sda)
Erstellt: 18.02.2010, 20:41 Uhr
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