Ausland
Bakijew findet Unterschlupf in Weissrussland
Er traf aus Kasachstan kommend in Minsk ein, wie der weissrussische Präsident Alexander Lukaschenko am Dienstag mitteilte. Die kirgisische Interimsregierung warnte Bakijew vor einer Rückkehr in seine Heimat und erklärte, in diesem Fall müsse er mit seiner Verhaftung rechnen. Kirgisien habe mit Weissrussland ein Auslieferungsabkommen für «Verbrecher», sagte Kabinettsmitglied Edil Baisalow.
Die Interimsregierung macht Bakijew für den Tod von 85 Menschen bei Zusammenstössen mit Demonstranten am 7. April verantwortlich. Der Expräsident zog sich nach dem Umsturz aus der Hauptstadt Bischkek zunächst in die Provinz zurück, ehe er ins benachbarte Kasachstan fuhr. Am Montag hatte er Kasachstan mit unbekanntem Ziel verlassen.
Unter dem Schutz von Lukaschenko
Lukaschenko erklärte, Bakijew stehe in Minsk unter seinem persönlichen Schutz. Dass der umstrittene Herrscher dem gestürzten kirgisischen Staatschef Zuflucht gewährt, dürfte die internationale Isolation Weissrusslands verstärken und auch die Beziehungen zu Moskau belasten. Baisalow erklärte, die kirgisische Interimsregierung erwarte, dass Bakijew in Minsk in Sicherheit sei, bis er sich in seiner Heimat vor Gericht verantworten müsse.
Der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle zeigte sich besorgt über die sich verschlechternde Sicherheitslage in Kirgisien. «Es muss alles daran gesetzt werden, weitere Gewalt, Plünderungen und Blutvergiessen zu verhindern», sagte der FDP-Chef in Berlin. Nach den Unruhen der vergangenen Wochen brauche das Land jetzt dringend «eine Perspektive für Ruhe und Stabilität in einem geordneten demokratischen und rechtsstaatlichen Rahmen». Deutschland ist als einziger EU-Mitgliedstaat mit einer Botschaft vor Ort. (raa/ddp)
Erstellt: 20.04.2010, 18:09 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.





