Ausland
Bericht: Afghanischer Minister liess sich mit 30 Millionen bestechen
Der Minenminister: Mohammad Ibrahim Adel. (Bild: Keystone)
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Einen Tag vor der Amtseinführung von Präsident Hamid Karzai sagte Generalstaatsanwalt Mohammed Aloko «Spiegel Online» in Kabul nach einem Bericht des Online-Portals: «Wir haben Anklagen mit genug Beweisen gegen fünf Minister, zwei davon sind noch im aktuellen Kabinett, drei sind ehemalige Minister.»
Aloko sagte, die Anklagen seien Karzai bereits übergeben worden: «Der Präsident muss die Anklagen nur noch genehmigen, dann können die Prozesse losgehen.» Der Generalstaatsanwalt weigerte sich dem Bericht zufolge unter Berufung auf die afghanische Gesetzgebung, die Namen der betroffenen Politiker zu nennen, bis die Prozesse offiziell begonnen haben. Gleichwohl zeigte er sich sicher, dass die Verfahren gegen die Politiker «mit hohen Gefängnisstrafen» zu Ende gehen würden.
Die «Washington Post» berichtet, dass es sich bei einem der korrupten Personen Bergbauminister Mohammad Ibrahim Adel handeln könnte. Er habe dem chinesischen Unternehmen Metallurgical Corporation einen Drei-Milliarden-Auftrag zugeschanzt. Und dafür bei einem Treffen in Dubai 30 Millionen Dollar erhalten.
Der Minister wies die Vorwürfe laut einem Bericht des afghanischen Staatsfernsehens zurück und erklärte, bei dem Auftrag sei alles mit rechten Dingen zugegangen. (sam/ap)
Erstellt: 18.11.2009, 23:08 Uhr











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