Ausland
Brutaler Bombenanschlag in Lahore
Zwei Selbstmordattentäter zu Fuss sprengten sich am Freitag binnen Sekunden in einem Wohn- und Geschäftsviertel in der Stadt Lahore im Osten des Landes in die Luft, als Militärfahrzeuge vorbeifuhren. Unter den Opfern sind nach Polizeiangaben etwa zehn Soldaten. Es war bereits der vierte grössere Anschlag in Pakistan in dieser Woche.
Zuvor war es relativ ruhig gewesen. Es gab weniger Anschläge, die zumeist auf entfernte Regionen nahe der afghanischen Grenze beschränkt waren. Die jüngsten Anschläge könnten ein Hinweis auf eine neue Terrorkampagne der islamischen Extremisten sein. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag, der Verdacht fiel jedoch umgehend auf die pakistanischen Taliban oder das Terrornetzwerk al-Qaida.
Brutaler Taliban-Angriff vor wenigen Tagen
Bei einem Angriff auf eine Polizeistation in Lahore am Montag waren 13 Menschen getötet worden. Zu dem Anschlag bekannten sich die pakistanischen Taliban. Am Mittwoch waren bei einem Angriff im Nordwesten Pakistans sechs Mitarbeiter der christlichen Hilfsorganisation World Vision getötet worden. Zudem gab es einen Anschlag auf ein kleines Kino in der Stadt Peshawar, dem vier Menschen zum Opfer fielen.
Der Innenminister der Provinz Punjab, in der Lahore liegt, erklärte, die neuerliche Anschlagswelle sei «ein Zeichen der Verzweiflung» der Militanten. «Wir haben ihr Netzwerk zerbrochen. Deshalb waren sie nicht in der Lage, für einen längeren Zeitraum zuzuschlagen», sagte Rana Sanaullah Khan. (jak/ddp)
Erstellt: 12.03.2010, 15:56 Uhr










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