China verbittet sich Einmischung aus dem Ausland

Aktualisiert am 24.12.2009

Nach Kritik am Schnellprozess gegen den prominenten Dissidenten Liu Xiaobo hat sich China mit harschen Worten gegen kritische Stimmen aus dem Ausland verteidigt.

Wurden weggewiesen: Journalisten vor dem Gerichtsgebäude.

Wurden weggewiesen: Journalisten vor dem Gerichtsgebäude.
Bild: Keystone

Forderungen nach Lius Freilassung seien ein massiver Eingriff in innere Angelegenheiten, erklärte das Aussenministerium in Peking am Donnerstag. Die betreffenden Staaten müssten «die Souveränität Chinas respektieren», forderte eine Sprecherin.

Das Verfahren gegen Liu, der sich für mehr Demokratie und politische Reformen eingesetzt hat, begann am Mittwoch unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen. Dem Dissidenten drohen bis zu 15 Jahre Haft, ein Urteil soll bereits am Freitag verkündet werden. Die US-Botschaft in Peking und die EU haben seine Freilassung gefordert. (sam/ap)

Erstellt: 24.12.2009, 10:55 Uhr

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