Chinas fruchtbare Kooperation

Aktualisiert am 08.09.2010

Während andere Regierungen das burmesische Militärregime meiden, bereitet Peking dem Junta-Chef einen grossen Empfang. Für Peking ist Burma von wichtigster strategischer Bedeutung.

Zurechtgerückt: Chinas Ehrengarde wartet am Pekinger Flughafen auf den Besuch aus Burma.

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Bild: Keystone

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Chinas Armee

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China und Burma wollen ihre militärische Kooperation ausbauen. Bei einem Treffen mit dem burmesischen Junta-Chef Shwe Than in Peking sagte der chinesische Generalstabschef Chen Bingde, die «fruchtbare Kooperation» in verschiedenen Feldern habe konkrete Vorteile für beide Seiten gebracht.

Die Streitkräfte beider Seiten sollten ihre «traditionelle Freundschaft» und Zusammenarbeit weiter vorantreiben, zitierten amtliche chinesische Medien am Mittwoch den chinesischen General.

Der burmesische Militärführer ist zu einem fünftägigen Besuch in China. Auf dem Programm stand am Mittwoch auch ein Treffen mit Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao.

Wichtige strategische Bedeutung

Während andere Regierungen den Führer des Militärregimes wegen der Menschenrechtsverletzungen in Burma meiden, bereitet Chinas Führung dem General und seiner rund 30-köpfigen Militärdelegation einen grossen Empfang.

Burma ist wegen seiner Rohstoffe und auch wegen seines Zugangs zum Indischen Ozean von strategischer Bedeutung für China. Chinesische Kriegsschiffe docken immer wieder in burmesischen Häfen an.

Drittgrösster Handelspartner

Chinas Investitionen in Burma haben in diesem Jahr einen grossen Sprung getan und zehn Milliarden US-Dollar erreicht. Nach Thailand und Singapur ist China der drittgrösste Handelspartner Burmas. 2009 erreichte das Handelsvolumen nach chinesischen Angaben 2,9 Milliarden US- Dollar.

Beide Länder feiern in diesem Jahr den 60. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen. China gilt als engster Verbündeter des burmesischen Regimes. Menschenrechtsgruppen forderten China auf, seinen Einfluss zu nutzen, damit die Militärjunta die im November geplanten Wahlen freier als geplant gestaltet.

Sie sehen eine «Farce», da die Opposition um Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi ausgeschlossen ist. Bei der letzten Wahl vor 20 Jahren gewann ihre Nationalliga für Demokratie 85 Prozent der Stimmen. (jak/sda)

Erstellt: 08.09.2010, 08:41 Uhr

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