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Die «Rothemden» wechseln die Leibchen

Aktualisiert am 26.04.2010

Die Führung der Protestbewegung in Thailand hat ihre Anhänger aufgerufen, auf die rote Erkennungsfarbe zu verzichten – eine Taktik im harten Kampf mit der Regierung.

1/12 Seit Wochen gehen in Bangkok die Rothemden auf die Strasse – so auch am vergangenen Freitag.

   

Im Fall einer Niederschlagung der Proteste wollen die «Rothemden» auf diese Weise unerkannt untertauchen. Ausserdem dient die Aktion dem Zweck, weitere Demonstranten aus der Provinz ungehindert in die Hauptstadt Bangkok zu bringen, wie einer der Führer, Kokaew Pikulthong, erklärte.

Die Fronten zwischen Regierungsgegnern und Sicherheitskräften sind noch immer verhärtet. Bei einem Granatenangriff auf das Haus des ehemaligen thailändischen Regierungschefs Banharn Silpa-archa in Bangkok wurden am Sonntagabend elf Menschen verletzt worden. Eines der Opfer habe lebensgefährliche Verletzungen erlitten, die übrigen leichte, teilte die Polizei mit.

Gegner wollen Kriegsrecht in Kraft setzen

Unterdessen haben die königstreuen «Gelbhemden» gefordert, das Kriegsrecht auszurufen. «Der Ministerpräsident weiss sehr genau, dass militärische Massnahmen in dieser Situation nötig sind», erklärte der Sprecher der Partei der Neuen Politik, Suriyasai Katasila, am Montag. Da ein politisches Vorgehen schwierig geworden sei, müsse das Kriegsrecht ausgerufen werden, um die Oppositionellen aus dem Zentrum der Hauptstadt zu vertreiben.

In den vergangenen Wochen waren auf mehrere politisch bedeutsame Orte in Thailand Anschläge verübt worden. In der Hauptstadt protestieren die oppositionellen Rothemden schon seit Wochen gegen Regierungschef Abhisit Vejjajiva und seine Regierung, der sie elitäres und undemokratisches Verhalten vorwerfen. Banharn war von Juli 1995 bis November 1996 thailändischer Ministerpräsident. (raa/ddp/afp)

Erstellt: 26.04.2010, 07:10 Uhr

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