Ausland

Die USA und Nordkorea sprechen wieder miteinander

Aktualisiert am 23.02.2012 2 Kommentare

Neuer Herrscher, neues Glück? Die Amerikaner wollen bei bilateralen Gesprächen auf chinesischem Boden sondieren, wie es um Pyongyangs Atomprogramm steht.

Gespräche unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen in Peking: Militärpolizisten vor der nordkoreanischen Botschaft. (22. Februar 2012)

Gespräche unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen in Peking: Militärpolizisten vor der nordkoreanischen Botschaft. (22. Februar 2012)
Bild: AFP

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Erstmals seit dem Tod von Kim Jong-il sind heute Unterhändler der USA und Nordkorea zu bilateralen Gesprächen zusammengekommen. Im Mittelpunkt des Treffens in Peking stehen die Bemühungen um eine Wiederaufnahme der Sechs-Parteien-Gespräche.

Teilnehmer an den seit drei Jahren ausgesetzten Verhandlungen über das nordkoreanische Atomwaffenprogramm sind ausser Nordkorea und den USA auch China, Südkorea, Japan und Russland. Die US-Delegation wird vom Sonderbeauftragten Glyn Davies geleitet, während auf nordkoreanischer Seite der Vizeaussenminister Kim Kye-gwan verhandelt.

Neue Situation ausloten

Nach dem Machtwechsel zu Kim Jong-un, dem jungen und noch unerfahrenen Sohn des Mitte Dezember gestorbenen Diktators, wollen beide Seiten die gegenseitigen Standpunkte unter den neuen Umständen ausloten. Davies begrüsste vor den Medien, dass Nordkorea so schnell nach dem Wechsel wieder an den Verhandlungstisch mit den USA zurückkehre.

Die USA wollten nach vorne blicken und «nicht zu viel Zeit darauf verwenden, einige der Schlachten der Vergangenheit noch einmal zu kämpfen». Sie seien aber nicht an «Gesprächen um der Gespräche willen» interessiert, betonte der Unterhändler. Nordkorea müsse seine Ernsthaftigkeit beweisen, die in den Verhandlungen bisher eingegangenen Verpflichtungen zu erfüllen.

Bisher war die Einstellung der Urananreicherung zum Bau einer Atombombe eine der von den USA gestellten Bedingungen zur Wiederaufnahme der Sechsergespräche. Die USA und Nordkorea hatten zuletzt im Juli in New York und im Oktober in Genf solche bilateralen Gespräche geführt. (ami/sda)

Erstellt: 23.02.2012, 07:15 Uhr

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2 Kommentare

Andreas Moser

23.02.2012, 10:58 Uhr
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Indirekt geht es den USA jedoch darum, Nordkorea zu destabilisieren und damit des Ende der noch unabhänigen Notenbank von Nordkorea einzuläuten! Wieso verhängt die USA keine Sanktionen gegen Israel, das die Atombombe realisiert hat? Antworten



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