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«Für mich war das wie ein Monster»
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Samoa
Der Ministerpräsident von Samoa sagte: «In einigen Dörfern ist kein Haus stehen geblieben.» Auch Tuilaepa Saileles eigenes Heimatdorf Lesa sei weggespült worden. In den verwüsteten Strassen und eingestürzten Häusern suchten Einsatzkräfte weiter nach Überlebenden und Opfern. Nach der von einem Seebeben der Stärke 8,0 bis 8,3 ausgelösten Flutwelle werden noch zahlreiche Bewohner vermisst. Es könne ein bis drei Wochen dauern, bis eine abschliessende Bilanz gezogen werden könne, sagte Polizeichef Lilo Maiava. Die Zahl der Todesopfer ist inzwischen auf mindestens 150 gestiegen.
Schockiert suchten Überlebende am Donnerstag nach den Resten ihrer Häuser. «Für mich war das wie ein Monster», sagte der Behördenangestellte Luana Tavala in Amerikanisch-Samoa. «Schwarzes Wasser kam direkt auf uns zu.»
An den Bäumen hingen Matratzen
Auf der Insel Upolu bot die Südostküste ein Bild der völligen Verwüstung. An Bäumen hingen Matratzen. Auch mehrere Touristensiedlungen wurden zerstört.
Militärmaschinen brachten am Donnerstag auch Ärzteteams auf die Samoa-Inseln. Aus Neuseeland trafen Gerichtsmediziner ein, die bei der Identifizierung von Toten helfen sollen.
Nur zehn Minuten Zeit
Trotz einer Warnung des Pazifischen Tsunami-Zentrums auf Hawaii hatten die Menschen nur zehn Minuten Zeit, sich vor der Riesenwelle in Sicherheit zu bringen. In Amerikanisch-Samoa, im Osten der Inselgruppe, trafen eine Viertelstunde nach der Warnung vier Tsunamis ein, die vier bis sechs Meter hoch waren und bis zu 1,5 Kilometer weit die Küste überrollten. (se/ap)
Erstellt: 01.10.2009, 15:15 Uhr



