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Kirgisien verlangt Auslieferung Bakijews
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Die kirgisische Übergangsregierung hat von Weissrussland formell die Auslieferung des aus dem Amt gedrängten Präsidenten Kurmanbek Bakijew verlangt. Ein entsprechender Antrag sei am Donnerstag nach Minsk geschickt worden, sagte der Vizechef der Übergangsregierung, Asimbek Beknasarow, am Freitag in Bischkek.
Nach dem blutigen Umsturz in Kirgisien Anfang April hatte der weissrussische Präsident Alexander Lukaschenko Bakijew Zuflucht gewährt. Die Übergangsregierung macht Bakijew unter anderem für den Tod von 85 Demonstranten bei Protesten verantwortlich und klagte den früheren Staatschef wegen mehrfachen Mordes an.
Die Übergangsregierung geht auch gegen andere Mitglieder der früheren Führungsriege Kirgistans vor. Für deren Ergreifung setzte sie Belohnungen von umgerechnet bis zu 75'000 Euro aus. Ende Juni soll in dem zentralasiatischen Land eine Volksabstimmung über eine neue Verfassung stattfinden, für Oktober setzte die Übergangsregierung Parlamentswahlen an.
(Tages-Anzeiger)
Erstellt: 07.05.2010, 09:28 Uhr









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