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Leibwächter erschiesst Bruder von Karzai
Aktualisiert am 12.07.2011 4 Kommentare
Taliban haben sich zum Mord bekannt: Ein Bruder des afghanischen Präsidenten Hamid Karzai wurde offenbar von seinem Bodyguard erschossen. (Video: Reuters )
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Ein jüngerer Bruder des afghanischen Präsidenten Hamid Karzai ist heute bei einem Attentat ums Leben gekommen. Ahmad Wali Karzai wurde in seinem Haus in Kandahar im Süden des Landes erschossen, wie die Provinzregierung von Kandahar mitteilte. Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich zu der Tat.
Staatschef KarZai bestätigte den Tod seines Bruders. «So ist das Leben des afghanischen Volkes», sagte er in Kabul bei einer Medienkonferenz mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. «Jeder von uns leidet, und wir hoffen, dieses Leid (...) beenden zu können.»
Ein «Schläfer»
Hamid und Ahmad Wali Karzai sind eigentlich Halbbrüder. Sie haben denselben Vater, aber verschiedene Mütter. Das islamische Recht erlaubt es einem Mann, mehrere Ehefrauen zu haben. Daher sprach der Präsident auch in der Öffentlichkeit stets von seinem jüngeren Bruder.
Taliban-Sprecher Kari Jussif Ahmadi übernahm die Verantwortung für den Mord. Einer der Leibwächter Karzais mit dem Namen Mohammad Jan sei ein «Schläfer» der Aufständischen gewesen und habe ihn getötet. Ein anderer Sprecher sagte, dies sei «einer der grössten Erfolge» der Taliban seit dem Beginn der Frühjahrsoffensive.
Aus Sicherheitskreisen war bereits zuvor verlautet, Karzai sei von seinem Leibwächter mit einem Sturmgewehr erschossen worden. Eine Bestätigung der afghanischen Behörden gab es dafür zunächst nicht.
Verwicklung in den Drogenhandel?
Ahmad Wali Karzai war der Vorsitzende des Provinzrats von Kandahar. Ihm wurde immer wieder eine Verwicklung in den Drogenhandel vorgeworfen, was er und der Präsident aber stets dementierten.
Bereits in der Vergangenheit waren mehrfach Anschläge auf den mächtigen Regionalpolitiker verübt worden. Zuletzt hatte er im Mai 2009 einen Angriff der Taliban auf seinen Fahrzeugkonvoi überlebt.
Sarkozy konkretisiert Teilabzugspläne
Frankreichs Präsident Sarkozy bestätigte bei einem Kurzbesuch in Afghanistan den Abzug von bis zu 1000 französischen Soldaten aus dem Hindukusch. «Man muss wissen, wie man einen Krieg beendet», sagte er auf der Basis der französischen Truppen in Tora in der Provinz Kabul. «Es stand nie zur Debatte, ewig Truppen in Afghanistan zu belassen.»
Frankreich ist derzeit mit rund 4000 Soldaten an dem Nato-Einsatz in Afghanistan beteiligt. Die meisten von ihnen sind in Surobi, in der Provinz Kapisa sowie in der Hauptstadt Kabul stationiert.
Den Teilrückzug der französischen Soldaten hatte er bereits im Juni kurz nach der entsprechenden Ankündigung von US-Präsident Barack Obama angekündigt.
Explosion in Bakwa – italienischer Soldat getötet
Bei einer Explosion in Afghanistan wurde am Dienstag ein italienischer Soldat der Internationalen Schutztruppe Isaf getötet. Italienische Medien berichteten, ein Sprengkörper sei explodiert, während der Soldat aus einem gepanzerten Fahrzeug ausgestiegen war, um Minen auf dem Weg zu entschärfen.
Die Explosion ereignete sich im südafghanischen Bakwa, einem Gebiet unter Kontrolle italienischer Truppen. Es handelt sich um das 40. italienische Opfer seit Beginn des Afghanistan-Einsatzes 2004.
Italiens Verteidigungsminister Ignazio La Russa sprach den Angehörigen des Opfers sein Beileid aus, unterstrich aber gleichzeitig «die grundlegende Bedeutung der Mission in Afghanistan für die Stabilität und Befriedung des Landes». Die Opposition forderte hingegen erneut einen schnellen Abzug der Truppen. (bru/sda)
Erstellt: 12.07.2011, 09:52 Uhr
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Vetternwirschaft ist die Zwillingsschwester von Korruption. Beides ist ein uraltes Uebel aus der Antike, be-
ginnend im Mittelmeerraum, sich hinziehend über Afrika sowie den Nahen und Fernen Osten, mit Ablegern
in Europa und in den beiden Amerikas, vor allem in der Mitte und im Süden. Unausrottbar, scheint es, eine
Art Ueberbleibsel aus der Höhlenbewohnerzeit, als es um Wassergemeinschaft ging.
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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